Intel-Chips, PC-Markt

Intel-Chips: PC-Markt leidet unter KI-Boom

25.01.2026 - 18:31:12

Intels strategische Konzentration auf profitable KI-Serverchips verursacht Lieferprobleme für PC-Prozessoren, was zu Umsatzrückgängen und einem Aktienkurssturz führte.

Intel steckt in der Produktionsfalle: Weil der Konzern alles auf KI-Chips setzt, werden Prozessoren für Laptops und Desktop-PCs knapp. Die Lieferengpässe für Verbraucher-Prozessoren bestätigte das Unternehmen bei der Vorlage der Quartalszahlen. Die Folge: ein Kurssturz und die Sorge vor leeren Regalen bei neuen PCs in den kommenden Monaten.

KI-Goldgräberstimmung frisst PC-Kapazitäten

Der globale Hype um künstliche Intelligenz hat einen unersättlichen Hunger nach Rechenleistung entfacht. Davon profitiert Intels Data-Center-Sparte direkt. Sie verbuchte im vierten Quartal 2025 einen Umsatzanstieg von 9 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Vor allem Cloud-Giganten orderten massenhaft Server-CPUs für ihre KI-Infrastrukturen.

Diese strategische Schwerpunktverlagerung geht auf Kosten des Verbrauchergeschäfts. Die Client-Computing-Group, die die Core-Prozessoren für PCs herstellt, verzeichnete einen Umsatzrückgang um 7 Prozent. Intel lenkt nun so viel Produktionskapazität wie möglich in den profitableren Data-Center-Markt um. Für PC-Hersteller bleiben dadurch deutlich weniger Chips übrig.

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Produktionsprobleme verschärfen die Krise

Die Engpässe werden durch anhaltende Herstellungsschwierigkeiten verschlimmert. Intel kämpft mit den Ausbeuteraten bei seinen modernsten Fertigungsverfahren, darunter der neuen 18A-Technologie. Diese wird für die aktuellen „Panther Lake“-Chips der Core-Ultra-Serie 3 verwendet. Die produzierte Menge reicht schlicht nicht aus, um die Nachfrage beider Märkte zu bedienen.

Zudem sind die Lagerbestände erschöpft. Die Reserven an fertigen Chips liegen nur noch bei etwa 40 Prozent des früheren Höchststands. Der Finanzchef sprach von einer „Hand-zu-Mund-Situation“. Chips werden sofort nach der Fertigung ausgeliefert, ohne Puffer für weitere Störungen.

PC-Branche gerät unter doppelten Druck

Für Verbraucher und Hersteller bedeutet das: Die neueste Intel-Prozessorgeneration, darunter die für KI-PCs wichtigen Core-Ultra-Serie-3-CPUs, wird nur eingeschränkt verfügbar sein. Intel versucht, die Produktion von Mittel- und Oberklassechips für Consumer zu priorisieren. Die Gesamtmenge wird jedoch begrenzt bleiben.

Das Intel-Problem trifft auf einen breiteren branchenweiten Engpass bei Komponenten. Der KI-Boom verursacht auch Knappheit und Preisanstiege bei DRAM-Speicher und NAND-Flash. Marktforscher wie IDC rechnen deshalb mit düsteren Aussichten. Szenarien prophezeien sogar einen schrumpfenden globalen PC-Markt 2026.

Wettbewerber wittern ihre Chance

Die Schwäche des Branchenriesen eröffnet Konkurrenten wie AMD eine Chance, Marktanteile zu übernehmen. Die Lieferprobleme erschüttern zudem das Vertrauen der Anleger in Intels ehrgeizige Foundry-Strategie. Langfristige Kapazitätserweiterungen, wie der Fabrikneubau in Ohio, bringen erst ab 2030 Entlastung.

Die Unternehmensführung sieht das erste Quartal 2026 als den Tiefpunkt der Krise. Ab dem zweiten Quartal soll sich die Lage allmählich bessern. Interne Warnungen deuten jedoch darauf hin, dass die Engpässe noch weit ins Jahr hinein anhalten könnten. Intel muss einen schwierigen Spagat meistern: die KI-Nachfrage bedienen, ohne seine traditionelle Dominanz im PC-Markt aufzugeben.

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