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Intel Nova Lake: Neue Spitzen-CPUs könnten über 700 Watt ziehen

11.02.2026 - 18:14:12

Intels kommende Desktop-Prozessoren Nova Lake könnten laut Insidern über 700 Watt Leistungsaufnahme erreichen und damit neue Maßstäbe für Verbrauch und Kühlung setzen.

Intels nächste Desktop-Generation „Nova Lake“ droht zum Stromfresser zu werden. Laut aktuellen Gerüchten aus der Hardware-Szene könnten Top-Modelle unter Volllast mehr als 700 Watt verbrauchen. Diese Spekulationen, die in den letzten 72 Stunden aufkamen, zeichnen das Bild einer Architektur, die Leistung um fast jeden Preis sucht.

Auslöser sind Berichte etablierter Insider. Sie deuten an, dass das höchstrangige, entsperrte K-Series-Modell mit einem Dual-Compute-Tile-Design diese Stromwerte erreichen könnte. Die 700-Watt-Marke gilt bei entfernten Leistungslimits – ein typisches Szenario für extremes Overclocking. Dennoch zeigt sie einen massiven Anstieg der thermischen Verlustleistung an. Zum Vergleich: Intels aktuelles Flaggschiff, der Core Ultra 9 285K „Arrow Lake“, zieht im entsperrten Zustand etwa 400 Watt. Nova Lake könnte den Spitzenverbrauch damit fast verdoppeln.

Die Ära der extrem stromhungrigen Prozessoren bricht an

Die gewaltige Leistungsaufnahme scheint im architektonischen Konzept von Nova Lake begründet zu sein. Leaks zufolge wird Intel Konfigurationen mit bis zu 52 Kernen anbieten, erreicht durch zwei Recheneinheiten auf einem Package. Dieses Dual-Chiplet-Design, ein großer Schritt für Intels Mainstream-Desktop-Linie, treibt den Strombedarf für die hohe Kernzahl natürlich in die Höhe.

Selbst das konventionelle Dauerleistungslimit PL2 soll deutlich steigen. Berichten zufolge könnte es bei den Dual-Tile-Modellen 400 Watt übersteigen. Das wäre ein gewaltiger Sprung gegenüber den 250 Watt PL2 des aktuellen Arrow-Lake-Flagschiffs. Für Nutzer bedeutet das: Selbst unter normaler Volllast sind deutlich höhere Temperaturen zu erwarten. Robuste, teure Kühllösungen werden zur Pflicht. Die Diskussion dreht sich bereits um Netzteile mit hoher Wattzahl – für ein High-End-System mit Nova Lake und Top-Grafikkarte könnte sogar ein 2000-Watt-Netzteil in Betracht kommen.

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Intel vermischt Mainstream- und HEDT-Markt

Die Gerüchte um Kerne und Verbrauch lassen vermuten, dass Intel seine Spitzenmodelle neu positioniert. Ziel könnte der Markt für High-End-Desktops (HEDT) sein, traditionell die Domäne von Intels Xeon oder AMDs Threadripper. Mit bis zu 52 Kernen und einem gewaltigen On-Chip-Cache von bis zu 288 MB zielen diese CPUs auf Nutzer ab, die maximale Multi-Thread-Leistung benötigen – für professionelles Rendering, wissenschaftliches Rechnen oder Datenanalyse.

Dieser strategische Schachzug wäre auch eine Antwort auf AMDs erfolgreiche Zen-Architektur, die Intel bei Kernzahl und Multi-Thread-Leistung stets herausfordert. Mit dem Dual-Tile-Design für den Mainstream-LGA-Sockel könnte Intel HEDT-Niveau ohne teure, separate Plattform bieten. Die Prozessoren sollen mit einem neuen 900er-Chipsatz und dem LGA-1954-Sockel erscheinen – ein klarer Schnitt zur aktuellen Generation.

Architektonische Neuerungen und „Rentable Units“

Neben Kernzahl und Leistung soll Nova Lake auch architektonisch innovativ sein. Das neue Design wird mit nächsten Generationen von Performance- und Efficiency-Kernen (P- und E-Cores) sowie einem „big Last-Level Cache“ (bLLC) verbunden. Letzterer könnte ähnlich wie AMDs 3D V-Cache funktionieren und die Gaming-Leistung spürbar steigern.

Eine bemerkenswerte Änderung betrifft das Multithreading: Intel will angeblich Hyper-Threading zugunsten einer neuen Technologie namens „Rentable Units“ aufgeben. Dieser Ansatz soll in der Hybrid-Architektur effizienter sein, indem er Aufgaben intelligenter auf P- und E-Cores verteilt.

Die Branche wartet nun auf eine offizielle Ankündigung Intels. Die Gerüchte um den Stromverbrauch deuten einen dramatischen Wandel im CPU-Markt an. Die Aussicht auf über 700 Watt mag abschreckend wirken, zeigt aber auch Intels aggressives Streben nach der Leistungskrone. Für Enthusiasten und Profis verspricht die nächste Generation einen großen Leistungssprung – der allerdings einen hohen Preis in Form von Strom und Kühlung fordert. Der für 2026 erwartete Launch wird zeigen, ob sich die mächtigen Gerüchte bewahrheiten.

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