Intel, COMPUTEX

Intel setzt auf COMPUTEX für KI-Offensive

24.03.2026 - 07:40:32 | boerse-global.de

Intel präsentiert auf der COMPUTEX 2026 seine Strategie für KI und heterogenes Rechnen, muss aber zeitgleich Verzögerungen bei Panther-Lake-Chips für Gaming-Handhelds einräumen.

Intel setzt auf COMPUTEX für KI-Offensive - Foto: über boerse-global.de
Intel setzt auf COMPUTEX für KI-Offensive - Foto: über boerse-global.de

Intel-Chef Lip-Bu Tan wird auf der COMPUTEX 2026 die Schlüsselrede halten. Der Technologieriese will dort seine Vision für das KI-Zeitalter vorstellen – und muss zugleich über Verzögerungen bei Gaming-Handheld-Chips berichten.

Die Ankündigung erfolgte heute durch den Veranstalter. Tans Keynote am 2. Juni in Taipeh soll Intels Strategie für heterogenes Rechnen und die KI-Infrastruktur skizzieren. Der Auftritt ist ein wichtiges Signal, nachdem Intel im Januar seine Panther-Lake-CPUs erfolgreich lancierte, nun aber Rückschläge hinnehmen muss.

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KI-Vision statt bloßer Produktvorstellung

Die COMPUTEX 2026 steht unter dem Motto „AI Together“. Intels Keynote soll mehr sein als eine reine Produktpräsentation. Es geht um die grundlegende Ausrichtung des Konzerns in einer von künstlicher Intelligenz geprägten Welt.

Diskutiert werden soll, wie Intel mit Partnern die Zukunft des heterogenen Rechnens gestaltet. Dabei werden verschiedene Prozessoreinheiten wie CPUs, GPUs und NPUs kombiniert, um KI-Arbeitslasten optimal zu verteilen. Die Messe selbst versammelt 1.500 Aussteller und dient als globale Bühne für die gesamte KI-Wertschöpfungskette.

Panther Lake: Triumph auf neuem 18A-Prozess

Der breitere Start der Panther-Lake-CPUs (Core Ultra Serie 3) im Januar 2026 markierte einen Meilenstein. Es sind die ersten Client-Prozessoren, die auf Intels modernster 18A-Fertigungstechnologie basieren. Diese kombiniert RibbonFET-Transistoren mit PowerVia-Stromversorgung von der Rückseite.

Die Leistungsdaten sind beeindruckend: Bis zu 27 Stunden Videostreaming-Akkuzeit und etwa 60 Prozent mehr Leistung bei Multi-Thread-Aufgaben im Vergleich zum Vorgänger Lunar Lake. In der Grafikleistung verspricht Panther Lake sogar ein Plus von rund 70 Prozent. Über 200 Laptop-Designs mit verschiedenen Partnern sind in Entwicklung.

Dämpfer für die Gaming-Handheld-Sparte

Doch nicht alles läuft nach Plan. Während der allgemeine Start gelang, gibt es Verzögerungen bei einer speziellen Variante: den Panther-Lake-CPUs für Gaming-Handhelds. Diese „G-Series“-Prozessoren, maßgeschneidert für tragbare Konsolen, werden nun erst im zweiten Quartal 2026 erwartet.

Die Gründe sind nicht vollständig bekannt. Branchenbeobachter vermuten, dass der KI-Boom zu Engpässen bei Speicherchips führen könnte. Die Handheld-Chips sollen bis zu 14 CPU-Kerne und integrierte Arc-Grafik mit 10 bis 12 Xe3-Kernen bieten. Der verzögerte Rollout zeigt die Komplexität moderner Chip-Produktion.

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Wettbewerbsdruck im hart umkämpften Markt

Intels Vorstoß mit der 18A-Technologie ist ein entscheidender Schachzug im Wettbewerb mit AMD und Qualcomm. Der erfolgreiche Panther-Lake-Start stärkt Intels Position bei Laptops. Die 18A-Fertigung ist zentral für den angestrebten Rückgewinn der Führungsposition in der Halbleiterfertigung.

Die Verzögerung bei Handheld-Chips unterstreicht jedoch den harten Kampf in dieser Nische. AMD mit der Ryzen-Z2-Serie und Qualcomm mit Snapdragon X2 sind bereits starke Konkurrenten. Intel hatte den Markt bereits mit Meteor Lake und Lunar Lake betreten, will mit Panther Lake aber einen deutlichen Grafiksprung schaffen.

Blick nach vorn: Nova Lake und die Foundry-Strategie

Auf der COMPUTEX erwartet die Branche weitere Details zu Intels Roadmap. Das nächste große Projekt ist Nova Lake (Core Ultra 400), das Ende 2026 erwartet wird und Panther Lake bei Mobilgeräten ablösen soll.

Der Erfolg der 18A-Produktion mit Panther Lake ist auch ein Lackmustest für Intels Foundry-Geschäft. Die Fähigkeit, externe Kunden anzulocken und ambitionierte Zeitpläne einzuhalten, wird genau beobachtet. Vor allem in spezialisierten Segmenten wie Gaming-Handhelds muss Intel liefern, um in der ersten Liga der Chip-Hersteller mitspielen zu können.

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