Intuit Aktie: 68-Prozent-Sturz seit Vorjahreshoch
24.06.2026 - 11:30:03 | boerse-global.de
Intuit sucht nach dem tiefen Fall den Boden. Während der Aktienkurs auf Mehrjahrestiefs abrutschte, greifen erste Großanleger nun wieder zu. Professionelle Investoren nutzen offenbar das niedrige Niveau für einen Wiedereinstieg.
Großanleger melden Käufe
Mehrere Vermögensverwalter meldeten am Dienstag neue Positionen. Generate Investment Management kaufte 27.804 Papiere. BI Asset Management bestätigte eine Position im Wert von rund 5,7 Millionen Dollar.
Analysten halten derweil an ihrer positiven Grundstimmung fest. Der Konsens der Experten liegt weiterhin bei einer moderaten Kaufempfehlung.
Die Aktie notiert aktuell bei 227,10 Euro. Am Montag markierte der Kurs bei 221,50 Euro noch ein neues Jahrestief. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf fast 58 Prozent.
Radikaler Umbau belastet
Der massive Kurssturz von fast 68 Prozent seit dem Vorjahreshoch hat Gründe. Intuit baut das Unternehmen derzeit radikal um. Der Konzern strich 17 Prozent der Stellen und verbuchte Belastungen von 300 Millionen Dollar für den Personalabbau.
Parallel dazu wächst der juristische Druck auf den Software-Spezialisten. Die Kanzlei Pomerantz untersucht mögliche Verstöße gegen das Wertpapierhandelsgesetz. Neben Pomerantz hat auch die Kanzlei Bleichmar Fonti & Auld eine Untersuchung eingeleitet. Beide Verfahren konzentrieren sich auf die Frage, ob Anleger über die tatsächliche Geschäftsentwicklung getäuscht wurden.
Fokus auf den Mittelstand
Intuit setzt voll auf künstliche Intelligenz in seinen Programmen QuickBooks und Mailchimp. Die neuen „Analytics AI“-Funktionen sollen künftig komplexe Buchhaltungsaufgaben automatisieren. Damit will sich Intuit gegen junge Konkurrenten behaupten, die ihre Software von Beginn an auf künstlicher Intelligenz aufgebaut haben.
Das Management visiert dabei verstärkt den Markt für größere Kleinunternehmen an. Dieses Segment schätzt der Konzern auf ein Volumen von 90 Milliarden Dollar.
Ob die Stabilisierung hält, entscheidet sich an der Unterstützung bei 221,50 Euro. Die Monetarisierung der neuen KI-Funktionen rückt nun ins Zentrum. Ohne messbare Erfolge bei den Abogebühren bleibt die Erholung fragil.
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