Umfrage: Welt-Krisen belasten deutsche Unternehmen in China
12.05.2026 - 11:08:06 | dpa.deWie eine Erhebung der deutschen Auslandshandelskammer (AHK) zeigt, gaben 75 Prozent der Unternehmen an, dass der Iran-Konflikt ihr GeschÀft beeinflusst.
Mehr als die HÀlfte (55 Prozent) davon sprach den Angaben zufolge von höheren Logistikkosten. Dahinter folgen steigende Beschaffungspreise (47 Prozent) und eine Verteuerung der eigenen Produkte (20 Prozent) als Folge der Krise.
Folgen des Zollstreits
Das unter Druck stehende VerhĂ€ltnis zwischen China und der EU sorgt bei 59 Prozent fĂŒr nachteilige Folgen. Vor dem China-Besuch von US-PrĂ€sident Donald Trump ab diesem Mittwoch gaben auĂerdem 69 Prozent an, dass sich die Spannungen im Handel zwischen China und den USA negativ auf ihr GeschĂ€ft auswirken. 2025 hatte der Zollstreit zwischen China und den USA den Welthandel in Atem gehalten. Mittlerweile gilt eine Pause in dem Streit bis Herbst.
Verglichen mit einer Umfrage im Vorjahr sank die Zahl jener Firmen, die einen direkten Einfluss auf ihr GeschĂ€ft durch Chinas Zölle spĂŒren, um 21 Prozentpunkte. Bei den US-Zöllen ging die Zahl um 7 Prozentpunkte zurĂŒck.
Sorgen ĂŒber Restriktionen
Neue Sorgen bereiten den Firmen laut den diesjÀhrigen Daten diverse Listen der Handelsministerien Pekings und Washingtons, die Restriktionen oder Exportkontrollen zur Folge haben können, wenn sie oder ihre Lieferanten darauf landen. 44 Prozent deuteten auf die US-Listen - ein Plus von 12 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreswert. 27 Prozent nannten die chinesischen Register (plus 6 Prozentpunkte).
Trotz der globalen Krisen blicken die 216 der mehr als 1.800 AHK-Mitglieder in China, die sich im April an der Erhebung beteiligt hatten, positiver auf die Lage in der Volksrepublik. In den kommenden sechs Monaten erwarten nur noch 17 Prozent statt wie im vergangenen Jahr 56 Prozent, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung Chinas verschlechtert. 37 Prozent rechnen mit einer Verbesserung, knapp die HÀlfte erwartet keine VerÀnderung.
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