Iran-Krieg beschert Russland Milliardenplus
Veröffentlicht am: 06.05.2026 um 19:01 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas ist mehr als doppelt so viel wie noch im MĂ€rz mit 443 Milliarden Rubel (4,9 Milliarden Euro), wie aus der vom Ministerium veröffentlichten Statistik hervorgeht. Der GroĂteil (umgerechnet etwa 8,5 Milliarden Euro) davon entfiel auf Einnahmen aus dem ĂlgeschĂ€ft. Allerdings schlugen zugleich die ukrainischen Angriffe auf die Ălindustrie zu Buche.
Der April war der erste Monat, in dem sich die Preissteigerungen an den WeltmĂ€rkten infolge des Iran-Kriegs voll bemerkbar machten. Moskau ist ein VerbĂŒndeter Teherans, mischt sich aber nicht offen militĂ€risch in den Konflikt Irans mit den USA und Israel ein. Russland ist dabei einer der Hauptprofiteure von der Krise im Nahen Osten.
Allerdings kommt der Geldregen nicht uneingeschrĂ€nkt im Haushalt an. So gab die Regierung die HĂ€lfte der Ăleinnahmen an die russische Petrolindustrie zurĂŒck. Die Konzerne sollten damit einerseits die Preissteigerungen im Land fĂŒr Benzin und Diesel dĂ€mpfen und andererseits ihre Raffinerien modernisieren und reparieren. Die Ălindustrie ist eine wichtige Einnahmequelle des Kremls fĂŒr seinen Krieg gegen die Ukraine. Kiew zielt mit seinen Drohnenangriffen daher neben MilitĂ€ranlagen bewusst auf Raffinerien, Ăllager und Terminals, um diese Einnahmen zu schmĂ€lern.
