Irans ParlamentsprÀsident: Es geht um alles oder nichts
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 22:27 Uhr | dpa.deEs gehe in diesem Krieg um alles oder nichts, schrieb der iranische ParlamentsprĂ€sident und VerhandlungsfĂŒhrer Mohammed Bagher Ghalibaf auf der Plattform X. Wenn der Iran sein Ăl nicht verkaufen könne, werde niemand sonst in der Region sein Ăl verkaufen können.
Wenn die Sicherheit des Irans nicht gewĂ€hrleistet sei, werde keine Infrastruktur sicher sein. Mit Blick auf die fĂŒr den weltweiten Ălhandel wichtige StraĂe von Hormus fĂŒgte er hinzu, die Sicherheit der Meerenge hĂ€nge davon ab, dass keine amerikanischen StreitkrĂ€fte dort stationiert sind. Der Iran habe wiederholt erklĂ€rt, dass die Lage dort nicht wieder so werde wie vor dem Krieg.
Zuvor hatte US-PrĂ€sident Donald Trump angekĂŒndigt, kĂŒnftig jedes Mal eine BrĂŒcke oder ein Kraftwerk im Iran zu zerstören, wenn die Islamische Republik ein Schiff in der StraĂe von Hormus beschieĂt.
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran war Anfang Juli im Streit um die Kontrolle der StraĂe von Hormus wieder eskaliert, nachdem der Iran Schiffe in der Meerenge angegriffen hatten. Zuletzt griffen die USA elf NĂ€chte in Folge Ziele im Iran an. Die USA setzen zudem wieder eine Seeblockade gegen Schiffe durch, die iranische HĂ€fen ansteuern oder von dort kommen. Seit der Wiederaufnahme der Blockade Anfang vergangener Woche hĂ€tten die USA neun Schiffe umgeleitet und ein weiteres auĂer Gefecht gesetzt, teilte das fĂŒr die Region zustĂ€ndige US-Kommando Centcom mit.
Der Iran verlangt, dass Schiffe eine Route entlang der eigenen KĂŒste nehmen, und hatte wiederholt erklĂ€rt, nur die von Teheran vorgegebene Route durch die StraĂe von Hormus sei sicher.
