Hardliner, Irans

Hardliner attackieren Irans PrÀsident nach Entschuldigung

07.03.2026 - 14:48:45 | dpa.de

Irans PrĂ€sident Massud Peseschkian löst mit seiner Entschuldigung bei Nachbarstaaten fĂŒr Angriffe im eigenen Land Kritik aus.

Hardliner werfen ihm vor, SchwÀche zu zeigen, den nationalen Stolz zu verletzen und dem Land zu schaden.

Der Abgeordnete Dschalah Raschidi-Kutschi schrieb auf der Plattform X: "Mit allem Respekt, Herr PrÀsident, eine Entschuldigung wird ausgesprochen, wenn ein Fehler gemacht wurde (...) Aber wir haben keinen Fehler gemacht." Raschidi-Kutschi warf dem PrÀsidenten vor, seine Botschaft habe keinerlei Zeichen von AutoritÀt gehabt und sei nur schwach gewesen - was Text, Ausdruck und Körpersprache betreffe.

Peseschkian hatte sich in einer Video-Botschaft fĂŒr frĂŒhere Angriffe auf NachbarlĂ€nder entschuldigt. "Diese VorfĂ€lle waren das Ergebnis der chaotischen Situation nach dem Tod mehrerer hochrangiger Kommandeure, als die StreitkrĂ€fte fĂŒhrungslos waren und eigenstĂ€ndig handeln mussten", sagte er.

Der den Hardlinern zugerechnete Parlamentarier Mohammad Manan-Raisi schrieb auf X: "Ihre befremdliche Entschuldigung bei den NachbarlĂ€ndern hat allgemeines Bedauern ausgelöst (...) Die Angriffe unserer StreitkrĂ€fte geben keinerlei Anlass fĂŒr eine derart erniedrigende Entschuldigung Ihrerseits." Manan-Raisi forderte PrĂ€sident Peseschkian auf, "sich umgehend beim Volk fĂŒr diese erniedrigende Haltung" zu entschuldigen.

Das zu den islamistischen Medien gehörende Nachrichtenportal Raja News schrieb: "Die jĂŒngste Fernsehansprache des PrĂ€sidenten zeigt, dass der Beraterkreis der Regierung immer noch einer Bettel-Diplomatie fĂŒhrt." Eine Rede, die eigentlich ein Symbol des nationalen Widerstands sein sollte, wurde leider zu einer Aussendung von SchwĂ€chesignalen. "Nehmt ihm einfach das Mikrofon weg", hieß es weiter.

Aus Sicht des israelischen Iran-Experten Raz Zimmt könnten die Attacken von radikalen Kreisen auf eine VerschĂ€rfung der MachtkĂ€mpfe an der Spitze in der Zeit nach dem getöteten RevolutionsfĂŒhrer Ali Chamenei hindeuten.

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