Iridium Communications Aktie: Gewinn schmilzt trotz Wachstum
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 02:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Iridium hat im zweiten Quartal 2026 mehr Umsatz erwirtschaftet als erwartet — und trotzdem einen deutlichen Gewinnrückgang vermeldet. Der Grund liegt nicht im operativen Geschäft, sondern in der laufenden Übernahme durch Rocket Lab.
Der Satellitenkommunikationsanbieter meldete einen Quartalsumsatz von 225,2 Millionen Dollar, ein Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und über der Analystenschätzung von 220,57 Millionen Dollar. Beim Gewinn pro Aktie reichte es dagegen nur für 0,09 Dollar — deutlich unter der erwarteten Marke von 0,28 Dollar und auch klar unter den 0,20 Dollar aus dem Vorjahresquartal. Der Nettogewinn fiel von 22,0 auf 9,7 Millionen Dollar.
Transaktionskosten drücken auf die Marge
Iridium begründet den Gewinneinbruch mit gestiegenen Transaktionskosten im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme durch Rocket Lab. Das operative Ergebnis (OEBITDA) sank leicht von 121,3 auf 119,1 Millionen Dollar, unter anderem weil das Unternehmen seine variable Vergütung künftig komplett in bar statt teilweise in Aktien auszahlt.
Das eigentliche Geschäft läuft dabei solide weiter. Die Zahl der zahlenden Abonnenten stieg auf 2.627.000, ein Anstieg von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, getragen vor allem vom Wachstum im kommerziellen IoT-Bereich. Der Umsatz mit US-Regierungskunden legte um 3 Prozent auf 27,6 Millionen Dollar zu, während das kommerzielle Servicegeschäft mit 133,7 Millionen Dollar weiterhin den größten Anteil am Gesamtumsatz stellt.
Wegen der laufenden Übernahme verzichtet Iridium auf eine Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen und aktualisiert auch keine Prognosen mehr. Die Ende Juni unterzeichnete Vereinbarung mit Rocket Lab soll voraussichtlich Mitte 2027 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre und weiterer üblicher Bedingungen.
Cathie Woods ARK-Fonds hat seine Iridium-Position derweil weiter reduziert. Am Mittwoch verkaufte ARK rund 40.000 Aktien für knapp 1,9 Millionen Dollar und setzte damit einen Trend fort, der sich bereits über mehrere Handelstage zieht — während der ETF-Manager parallel Milliarden in SpaceX und Archer Aviation umschichtet.
Die Aktie schloss zuletzt bei 47,24 Dollar, nach einem Anstieg von gut 21 Prozent in den vergangenen drei Monaten. Bis zum erwarteten Abschluss der Rocket-Lab-Übernahme dürfte sich der Fokus der Anleger weniger auf einzelne Quartalszahlen als auf den Fortgang des Genehmigungsprozesses richten.
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