OTS, Germany

Germany Trade & Invest / Irland vor der Wahl: PrÀsidentschaft in ...

23.10.2025 - 12:19:22

Irland vor der Wahl: PrÀsidentschaft in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten Berlin, London - Am 24.

Oktober 2025 finden in der Republik Irland PrĂ€sidentschaftswahlen statt. Es steht ein Wechsel an der Spitze des Staates bevor: Mit Catherine Connolly und Heather Humphreys sind zwei erfahrene Politikerinnen im Rennen um das Amt der PrĂ€sidentin, nachdem der dritte Kandidat seine Bewerbung zurĂŒckgezogen hat. Die Rolle des irischen PrĂ€sidenten ist - Ă€hnlich dem deutschen BundesprĂ€sidenten - vor allem zeremoniell, jedoch wichtig bei der Unterzeichnung von Gesetzen.

Obwohl wirtschaftspolitische Themen im Wahlkampf bislang kaum eine Rolle spielen, lohnt ein Blick auf die ökonomische Lage der Insel: "Irland befindet sich in einer Phase geopolitischer Unsicherheit, insbesondere durch die zunehmenden Spannungen in der US-Handelspolitik. Als Standort zahlreicher US-Unternehmen, insbesondere aus der Pharma- und Tech-Branche, ist Irlands Wohlstand eng mit amerikanischen Investitionen verknĂŒpft", sagt Marc Lehnfeld von Germany Trade & Invest (GTAI) in London.

Irland ist eine der offensten Volkswirtschaften Europas mit einer Außenhandelsquote von ĂŒber 250 Prozent des BIP. Die USA sind mit einem Exportvolumen von ĂŒber 70 Milliarden Euro pro Jahr Irlands wichtigster Handelspartner. Besonders betroffen ist die Pharmaindustrie, die 43 Prozent der Industrieproduktion ausmacht und zu 45 Prozent in die USA exportiert.

Die neue US-Handelspolitik unter PrĂ€sident Trump setzt laut Lehnfeld dieses Modell unter Druck: "Ein laufendes PrĂŒfverfahren könnte zu Strafzöllen auf Arzneimittel fĂŒhren. Dabei stehen bis zu 75.000 ArbeitsplĂ€tze auf dem Spiel. Denn Irland hat sich dank niedriger Unternehmenssteuern und einer gezielten Standortpolitik zu einem Hightech-Produktionshub fĂŒr westliche MĂ€rkte entwickelt." US-Konzerne wie Intel, Pfizer, Apple und AbbVie haben Milliarden investiert und bilden das RĂŒckgrat der irischen Industrie. Doch die geopolitische Lage zwingt viele Unternehmen zur Neubewertung ihrer Lieferketten und Investitionsstrategien.

"Die PrĂ€sidentschaftswahl in Irland fĂ€llt in eine Phase wirtschaftlicher Unsicherheit. WĂ€hrend im PrĂ€sidentschaftswahlkampf die Wirtschaftspolitik kaum eine Rolle spielt, steht das irische Exportmodell unter erheblichem Druck. Die fĂŒr das Land so wichtigen US-Investoren, vor allem in der Pharmaindustrie, bekennen sich weiter zu ihren irischen Produktionsstandorten. Auch fĂŒr deutsche Unternehmen ist Irland weiterhin ein attraktiver Standort. Jede mögliche VerschĂ€rfung der US-Handelspolitik hat aber das Potenzial der irischen Wirtschaft empfindlich zu schaden und darf deshalb nicht unterschĂ€tzt werden", so Lehnfeld weiter.

Weitere Informationen und Wirtschaftsberichte erhalten Sie auf unserer LĂ€nderseite zu Irland (https://www.gtai.de/de/trade/irland-wirtschaft) .

Germany Trade & Invest (GTAI) ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft informiert deutsche Unternehmen ĂŒber AuslandsmĂ€rkte, wirbt fĂŒr den Wirtschafts- und Technologiestandort Deutschland und begleitet auslĂ€ndische Unternehmen bei der Ansiedlung in Deutschland.

Pressekontakt:

Esad Fazlic T +49 30 2000 99151 mailto:[email protected]

http://twitter.com/gtai_de http://youtube.com/gtai

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/74441/6143748 OTS: Germany Trade & Invest

@ dpa.de