iRobot: Chinesischer Hersteller Picea übernimmt Roomba-Macher
28.01.2026 - 03:44:12Der US-Roboterpionier iRobot gehört nun vollständig seinem langjährigen chinesischen Produktionspartner. Der Abschluss der Übernahme beendet eine monatelange Restrukturierung und soll dem angeschlagenen Roomba-Hersteller neues Kapital für den Innovationswettlauf bringen.
iRobot hat seinen strategischen Verkauf an die Shenzhen Picea Robotics Co. abgeschlossen. Der Deal wurde im Rahmen eines gerichtlich überwachten Chapter-11-Verfahrens finalisiert, das bereits im Dezember 2025 eingeleitet worden war. Das Unternehmen ist damit nicht mehr börsennotiert und wird fortan als Privatfirma von Picea geführt. Die Transaktion soll iRobot die nötige finanzielle Stabilität geben, um in Forschung und globale Geschäfte zu investieren.
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Vom Partner zum Retter in der Not
Der Weg in chinesische Hände war für den einstigen Marktführer vorgezeichnet. Nachdem der geplante 1,4-Milliarden-Euro-Verkauf an Amazon 2024 an regulatorischen Hürden gescheitert war, geriet iRobot unter massiven finanziellen Druck. Picea, bereits wichtigster Fertigungspartner, sprang als Retter ein: Das Unternehmen hatte zuvor Forderungen in Höhe von 191 Millionen US-Dollar erworben und wandelte diese im Rahmen der Restrukturierung in eine 100-prozentige Beteiligung um.
Diese Rettungsaktion sichert den Fortbestand der Marke. iRobot behält seinen Hauptsitz in Bedford, Massachusetts, sowie seine Kern-Teams in Entwicklung und Marketing. Die Fusion soll Synergien heben: iRobot bringt Markenstärke und Forschung ein, Picea seine enorme Produktionskraft als Hersteller von über 20 Millionen Staubsaugerrobotern für diverse Global Player.
Daten-Schutzmauer für Europa und die USA
Ein zentrales Element des Deals ist die Gründung einer unabhängigen US-Tochter, iRobot Safe Corporation. Sie soll ausschließlich die Daten der Kunden in den USA und der Europäischen Union verwalten und schützen. Damit reagiert das Unternehmen auf datenschutzrechtliche Bedenken, die mit einer Übernahme durch ein chinesisches Unternehmen einhergehen.
Die neue Einheit erhält einen Vorstand aus US-Bürgern und einen unabhängigen Datensicherheitsbeauftragten. Diese „Schutzmauer“ soll Verbrauchern und Aufsichtsbehörden signalisieren: Die sensible Datenhoheit über smarte Heimgeräte bleibt unter westlicher Kontrolle. Ein kluger Schachzug, um das Vertrauen in kritischen Absatzmärkten zu bewahren.
Neustart im harten Wettbewerb
Der Ausstieg aus der Börsennotierung könnte iRobot neue Flexibilität verschaffen. Ohne den Druck quartalsweiser Berichte kann sich das Unternehmen stärker auf langfristige Innovationen konzentrieren. Das ist dringend nötig, denn der Markt für Haushaltsroboter wird immer voller – vor allem durch preisaggressive Konkurrenz aus China.
Die Zukunft des Roomba-Erfinders hängt nun an zwei Faktoren: Gelingt es, mit technologischen Neuheiten zu überzeugen? Und kann die neu geschaffene Daten-Tochter das Vertrauen der Kunden halten? Der Verkauf beendet eine Ära, bietet dem Ikone der Branche aber eine zweite Chance.
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