Israel, Jemens

Israel bombardiert Jemens Hauptstadt - schwere Explosionen

25.09.2025 - 16:43:01

Israel hat erneut Ziele in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa bombardiert.

Es habe dort mehrere schwere Explosionen gegeben, berichteten Augenzeugen. Der Huthi-nahe Fernsehsender Al-Masirah berichtete, dass Israel einen neuen Angriff auf die Hauptstadt begonnen habe. Diese wird seit rund zehn Jahren von der mit dem Iran verbĂŒndeten Huthi-Miliz kontrolliert.

In einigen Berichten war von etwa einem Dutzend Luftangriffen die Rede. Über mögliche Opfer oder SchĂ€den wurde zunĂ€chst nichts bekannt.

Die Angriffe erfolgen einen Tag nach einem Drohnenangriff in der israelischen Stadt Eilat, bei der 20 Menschen verletzt wurden, zwei davon schwer. Nach israelischen Angaben kam die Drohne aus dem Jemen und stĂŒrzte dann ab. Die Huthi reklamierten den Angriff fĂŒr sich.

Israel Katz: "Schwerer Schlag" in Sanaa

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sagte, man habe "einen schweren Schlag gegen zahlreiche Terrorziele der Huthi-Terrororganisation in Sanaa" ausgefĂŒhrt. Die israelische Armee habe mehrere MilitĂ€rlager angegriffen, unter anderem ein Lager des Huthi-Generalstabs, sowie "Dutzende Huthi-Terroristen getötet und BestĂ€nde an Drohnen und Waffenarsenalen zerstört". Katz sagte, wer Israel angreife, werde um ein Vielfaches hĂ€rter getroffen.

Israel und dessen wichtigster VerbĂŒndeter USA haben nach ZĂ€hlung des britischen Datenprojekts ACLED in den vergangenen zwei Jahren Dutzende Male im Jemen angegriffen. ErklĂ€rtes Ziel ist dabei, die vom Iran unterstĂŒtzte Huthi-Miliz zu schwĂ€chen. Diese greift seit Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober 2023 immer wieder vor allem Handelsschiffe mit angeblichem Bezug zu Israel an, aber auch Ziele in Israel selbst. Die Huthi bezeichnen die Angriffe als UnterstĂŒtzung der PalĂ€stinenser im Gazastreifen.

In vergangenen FÀllen griff die israelische Luftwaffe unter anderem den Flughafen von Sanaa, den strategisch wichtigen Hafen von Hudaida am Roten Meer an wie auch Kraftwerke. Erst vor wenigen Wochen wurden bei einem israelischen Luftangriff Huthi-MinisterprÀsident Ahmed al-Rahaui, neun Minister der schiitischen Organisation und weitere ranghohe Vertreter getötet.

@ dpa.de