Israel bereit fĂŒr Wiederaufnahme des Iran-Kriegs
23.04.2026 - 20:25:49 | dpa.deIsrael warte auf grĂŒnes Licht aus den USA, sagte er nach Angaben seines BĂŒros vom Abend bei einer Lagebeurteilung. Die Ziele seien bereits festgelegt. Es gehe vor allem darum, "die Chamenei-Dynastie" endgĂŒltig zu zerschlagen, wichtige Energie- und Stromanlagen sowie die nationale wirtschaftliche Infrastruktur zu zerstören. Katz sprach davon, den Iran "in die Steinzeit" zurĂŒckzuversetzen.
Der Begriff "Dynastie" zielt vor allem auf den Vorwurf einer erbĂ€hnlichen Machtweitergabe innerhalb der Familie Chamenei. Der bei einem Luftangriff am 28. Februar getötete RevolutionsfĂŒhrer Ali Chamenei stand seit 1989 an der Spitze der Islamischen Republik. Seit Jahren gab es Berichte, dass ihm sein Sohn Modschtaba als oberster FĂŒhrer folgen könnte. Eine solche dynastische Erbfolge ist im Iran hochumstritten. Sie widerspricht dem ursprĂŒnglichen Geist der Islamischen Revolution von 1979, die sich gegen die erbliche Monarchie der Schah-Familie richtete.
Modschtaba Chamenei wurde am 8. MĂ€rz als oberster FĂŒhrer ernannt. Seitdem gibt es von ihm weder Fotos noch Audio- oder Videoaufnahmen. Das nĂ€hrt Spekulationen ĂŒber seinen Gesundheitszustand, seinen Aufenthaltsort und die Rolle, die er im iranischen System derzeit spielt.
Auch US-PrĂ€sident Donald Trump hatte vor mehreren Wochen eine Ă€hnlich martialische Drohung wie Katz ausgesprochen. "Wir werden sie zurĂŒck in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören", sagte er damals. Bei vielen Iranerinnen und Iranern, auch Regierungsgegnern, löste dies sowie auch die Zerstörung ziviler Infrastruktur groĂe Wut und Empörung aus.
Nach dem humanitÀren Völkerrecht sind gezielte Angriffe auf zivile Infrastruktur verboten, es sei denn, dass diese auch militÀrisch genutzt wird. Aber selbst wenn ein ziviles Objekt auch militÀrisch genutzt wird, muss der erwartete militÀrische Vorteil im VerhÀltnis zu den absehbaren zivilen SchÀden stehen.
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