Israels MilitÀrsprecher: Angriffe auf Hisbollah gehen weiter
08.04.2026 - 22:01:55 | dpa.de"Im Libanon stoppen wir nicht und haben nicht fĂŒr einen Moment gestoppt", sagte Sprecher Effie Defrin in einer Videobotschaft.
Die jĂŒngsten Angriffe auf die Hisbollah seien die gröĂten seit Wiederaufflammen des Konflikts Anfang MĂ€rz gewesen. Man habe die PlĂ€ne dafĂŒr lange vorbereitet. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden dabei Dutzende Menschen getötet und Hunderte weitere verletzt.
Gezielte SchlÀge gegen zentrale Hisbollah-Strukturen
Es seien Geheimdienst- und Kontrollzentren der Hisbollah sowie Ziele der Marine und der Hisbollah-Eliteinheit Radwan getroffen worden, sagte Defrin. Er warf der Hisbollah erneut vor, sich hinter Zivilisten zu verschanzen.
Bodeneinsatz im SĂŒdlibanon geht weiter
Auch der Bodeneinsatz im Libanon dauere an, sagte er. Die israelischen Bodentruppen hĂ€tten im SĂŒdlibanon eine "Verteidigungslinie" gebildet. Das Gebiet sĂŒdlich des Litani-Flusses, der rund 30 Kilometer entfernt von der israelischen Grenze liegt, sei de facto vom Rest des Landes abgetrennt. Man arbeite weiter an seiner Demilitarisierung. Dies solle Angriffe der Hisbollah auf Einwohner des israelischen Grenzgebiets verhindern.
Waffenruhe mit Iran und Bilanz des Krieges
Zur Waffenruhe im Iran sage Defrin, Israels Armee habe in der Nacht auf Mittwoch das Feuer eingestellt. Man habe wÀhrend des Ende Februar begonnenen Krieges die KapazitÀten des iranischen Machtapparats schwer beschÀdigt. Ziel sei es gewesen, existenzielle Bedrohungen Israels langfristig zu beseitigen. Falls nötig könne man die KÀmpfe sofort wieder aufnehmen, betonte der Sprecher.
Die FĂŒhrungsriege des Irans sei ausgeschaltet worden und seine Kontrollzentren demoliert. Auch die Einrichtungen zur Waffenherstellung sowie das Raketen- und das Atomprogramm seien stark beschĂ€digt worden. Die israelische Armee habe in dem Krieg alle Ziele erreicht, die ihr vorgegeben worden seien, "und sogar darĂŒber hinaus". Die Angaben lassen sich nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.
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