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24.10.2024 - 11:02:07Dies bestĂ€tigen die Analysen des InternationalenWĂ€hrungsfonds (IWF), die anlĂ€sslich dessen Herbsttagung vorgestellt wurden. AusSicht des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)geben besonders die anhaltend niedrigen Investitionen Anlass zur Sorge.Deutliche Ausgaben fĂŒr höhere Investitionen sind nicht nur fĂŒr eine StĂ€rkung desWirtschaftswachstums notwendig, ohne sie kann weder die ökologischeTransformation vorangebracht noch die Wohnungsknappheit oder die MĂ€ngel an derInfrastruktur beseitigt werden.
"Vor allem der deutsche Mittelstand, das Kraftzentrum unseres Landes, leidetunter hohen Energiekosten, ArbeitskrĂ€fteknappheit, ausufernder BĂŒrokratie, aberauch unter hohen UnternehmenssteuersĂ€tzen", erklĂ€rt BVR-PrĂ€sidentin Marija Kolakauf der IWF- und Weltbanktagung in Washington. "Die Bundesregierung hat dieProbleme mittlerweile erkannt, die bislang ergriffenen MaĂnahmen, wie etwa dasWachstumschancengesetz, reichen aber bei Weitem nicht aus und mĂŒssen dringendergĂ€nzt werden", so Kolak. Wenig zielfĂŒhrend sei der von WirtschaftsministerRobert Habeck vorgeschlagene Deutschlandfonds, mit dem Unternehmen zehn Prozentihrer Investitionssumme erstattet bekommen sollen. Er sei mit immensenfiskalischen Kosten verbunden und löse die fundamentalen Probleme nicht, dieUnternehmen von Investitionen abhalten.
Die Schuldenbremse aufzuweichen oder gar abzuschaffen sei keine Option. "Es istwichtig, dass Deutschland die Staatsausgaben besser priorisiert", mahnt Kolak.Dies sei möglich, wenn der politische Wille dazu vorhanden sei. SchlieĂlichwĂŒrden die Einnahmen des Bundes 2024 gegenĂŒber dem Vorjahr nochmal um 3,4Prozent wachsen und damit auf einem absoluten Rekordniveau liegen. Zu Rechtwarne der IWF vor zunehmender Staatsverschuldung. Viele VolkswirtschaftenverlieĂen sich auf anhaltend niedrige Finanzierungskosten und unterschĂ€tzten dieGefahr kommender Schuldenkrisen. Die deutsche Staatsschuldenquote dĂŒrfte 2024bei 63 Prozent liegen und damit knapp einen Prozentpunkt unter dem Vorjahr.DemgegenĂŒber steigen weltweit die SchuldenstĂ€nde an und dĂŒrften nach denRechnungen des IWF bis 2030 die Marke von 100 Prozent erreichen.
UnterstĂŒtzung dĂŒrfte das Wirtschaftswachstum perspektivisch von der Geldpolitikerhalten. Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) sei bei ihrem Zinssenkungskurs zuRecht vorsichtig, so Kolak. In den kommenden Monaten sollte die EZB ihrenZinssenkungskurs beibehalten, dĂŒrfe aber die weiter bestehendenInflationsrisiken nicht unterschĂ€tzen. Zu einem erneuten Aufflammen derInflation dĂŒrfe es nicht kommen. Aktuell wirkt die Geldpolitik noch dĂ€mpfend aufdie Konjunktur. Im kommenden Jahr dĂŒrfte sie sich jedoch im Zuge weitererZinssenkungen wieder positiv auf die Konjunktur in Deutschland auswirken.
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Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)Melanie Schmergal, Abteilungsleiterin Kommunikation undĂffentlichkeitsarbeit / PressesprecherinTelefon: (030) 20 21-13 00, mailto:presse@bvr.de, http://www.bvr.de
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