James Brown: Warum der Godfather of Soul 2026 wieder ĂŒberall ist
12.02.2026 - 18:22:52Du scrollst durch TikTok, plötzlich schreit dir ein âHeeey!â entgegen, dazu ein Breakbeat, der alles weghaut â und in den Kommentaren steht nur noch: âBro, das ist James Brown!â 2026 wirkt es so, als wĂ€re der Godfather of Soul nie weg gewesen. Ob Sampling in Deutschrap, Dance-Challenges, Retro-Vinyl oder Dokus: James Brown ist wieder GesprĂ€chsthema â auch wenn er seit 2006 nicht mehr lebt. Die Frage ist: Warum knallt seine Musik ausgerechnet jetzt wieder so hart in Deutschland?
Offizielle Seite von James Brown â Releases, Legacy & mehr
Von Gen-Z-Kids, die ihn ĂŒber Drill-Beats entdecken, bis zu Millennial-Fans, die sich neue Best-of-Reissues ins Regal stellen: James Brown ist 2026 wieder Streaming-Thema â und das mitten in einer Zeit, in der alles nach âneuâ schreit. Hier bekommst du den kompletten Ăberblick, warum sein Name plötzlich wieder in deutschen Feeds trendet, welche Songs du jetzt kennen musst und wie seine DNA immer noch in jedem zweiten Hit mitschwingt.
HintergrĂŒnde: Die aktuellen News im Detail
Auch wenn James Brown selbst seit fast zwei Jahrzehnten verstummt ist, sein Kosmos bleibt hyperaktiv. In den letzten Wochen drehen sich die internationalen Musik-News um drei Dinge: neue Doku- und Biopic-Projekte, Anniversary-Editionen seiner Klassiker und den nie endenden Streit um sein Erbe und die Rechte an seinem Songkatalog. FĂŒr deutsche Fans klingt das erstmal weit weg â hat aber direkte Auswirkungen darauf, was du hier zu hören und zu sehen bekommst.
Zum einen arbeiten US-Produktionsfirmen seit einiger Zeit an neuen Serien- und Filmformaten ĂŒber James Browns Leben â von seiner Kindheit in Armut im US-SĂŒden ĂŒber den Durchbruch mit âPlease, Please, Pleaseâ bis hin zum politischen Statement-Monster âSay It Loud â I'm Black and I'm Proudâ. Sobald so ein Biopic bei Netflix, Prime oder im Kino landet, explodieren in der Regel auch in Deutschland die Streams. Man hat das bei âBohemian Rhapsodyâ (Queen) und âRocketmanâ (Elton John) gesehen. In der Branche wird genau dieser Effekt aktuell auch fĂŒr James Brown erwartet.
Parallel dazu kommen immer mehr Remaster- und Deluxe-Editionen seiner legendĂ€ren Alben auf den Markt â gerade in Europa. Labels setzen stark auf 180g-Vinyl, farbige Pressungen und limitierte Live-Mitschnitte aus den 60ern und 70ern, oft mit bisher unveröffentlichten Versionen. FĂŒr deutsche PlattenlĂ€den sind das perfekte Hingucker: Soul-Fans, Hip-Hop-Heads und Funk-Liebhaber greifen gleichermaĂen zu â und posten ihre NeuzugĂ€nge fleiĂig auf Insta und TikTok.
Spannend fĂŒr dich sind aber vor allem zwei Entwicklungen:
- Sampling-Boom: In den letzten Monaten haben mehrere internationale und deutschsprachige Rap- und R&B-Acts wieder bewusst auf James-Brown-Samples gesetzt â genau diese Snippets landen dann auf TikTok in Dance- oder Meme-Sounds. Viele merken erst spĂ€ter, dass der âRandom-Soundâ eigentlich aus einem 60er-Jahre-Soul-Track stammt.
- Playlists & Algorithmus: Spotify, Apple Music und Co. pushen Kurations-Serien wie âFunk Essentialsâ, âSampling Classicsâ oder âSoul Legendsâ, in denen James Brown fast immer einen der ersten Slots belegt. Wer in Deutschland einmal in diesen Playlists landet, wird algorithmisch mit James Brown verknĂŒpft â so entsteht ein stĂ€ndiger RĂŒcklauf zu seinen Original-Tracks.
Dazu kommt die fortlaufende Debatte in den US-Medien ĂŒber die ungerechte Bezahlung schwarzer KĂŒnstler in der FrĂŒhphase des Pop-Business. James Brown wird dabei hĂ€ufig als Beispiel fĂŒr einen KĂŒnstler genannt, dessen Einfluss gigantisch, dessen geschĂ€ftliche Deals aber kompliziert waren. Das fĂŒhrt dazu, dass sein Name nicht nur in Musik-, sondern auch in Kultur- und Politikformaten auftaucht â Clips daraus schaffen es wiederum bis in deutsche Feeds.
FĂŒr dich in Deutschland heiĂt das: Du bekommst 2026 mehr James-Brown-Content serviert, ohne dass du aktiv danach suchst. Neue Compilations in den Shops, mehr Reels mit Brown-Sounds, mehr Musikjournalismus, der seine Geschichte erzĂ€hlt. Und wenn sich eines der geplanten Film- oder Serienprojekte offiziell ankĂŒndigt, ist der nĂ€chste Streaming-Schub quasi garantiert.
Die Setlist & Show: Was dich erwartet
Live kannst du James Brown logischerweise nicht mehr sehen â aber sein Show-Konzept prĂ€gt bis heute, wie groĂe Funk-, Soul- und sogar Rap-Konzerte in Deutschland aussehen. Wenn aktuelle Tribute- oder Legacy-Shows seinen Namen tragen, orientieren sie sich fast immer an einem bestimmten Muster, das aus alten Setlisten und TV-Auftritten rekonstruiert wurde.
Eine typische, historisch belegte James-Brown-Setlist aus den spĂ€ten 60ern/ frĂŒhen 70ern â so wie sie in legendĂ€ren Shows etwa im Apollo Theater oder bei Europa-Gigs lief â sah ungefĂ€hr so aus:
- âSay It Loud â I'm Black and I'm Proudâ
- âPapa's Got a Brand New Bagâ
- âI Got You (I Feel Good)â
- âIt's a Man's Man's Man's Worldâ
- âGet Up (I Feel Like Being a) Sex Machineâ
- âCold Sweatâ
- âTry Meâ
- âGet Up Offa That Thingâ
- âSuper Badâ
- âLiving in Americaâ (spĂ€ter, ab Mitte der 80er)
Was daran so besonders war â und in heutigen Shows weiterlebt:
1. Keine Pause, nur Druck. James Brown war bekannt dafĂŒr, die Band gnadenlos anzutreiben. Songs wurden brutal ineinander ĂŒbergeblendet, ĂbergĂ€nge waren choreografiert, die BlĂ€ser setzten auf Kommando ein. Wer heute zu einer Tribute-Show geht, erlebt oft genau dieses Prinzip: Medleys statt Einzelnummern, BlĂ€serhits auf den Punkt, wenig Laberpausen.
2. Call & Response mit dem Publikum. âSay it loud!â â âI'm Black and I'm proud!â ist das berĂŒhmteste Beispiel. Aber auch bei âSex Machineâ (âGet up!â) oder âI Got Youâ (âI feel good!â â âSo good! So good!â) war das Publikum Teil der Show. Wer 2026 in Deutschland auf Funk-Festivals, Soul-NĂ€chten oder James-Brown-Specials landet, kennt den Ablauf: Der Frontmann ĂŒbernimmt die Brown-Rolle, die Crowd schreit die Hooks â und auf Social Media landen dann genau diese Mitsing-Momente.
3. Tightes Band-Drill-Konzept. James Brown hatte den Ruf, Musiker fĂŒr jede Ungenauigkeit mit Geldstrafen zu belegen. Das Resultat: ultragenaue Breaks, punktgenaue Stops, ein Groove, der nervös, aber kontrolliert wirkt. Tribute-Bands versuchen, dieses GefĂŒhl nachzubauen: prĂ€zise Drums, knochentrockener Bass, scharfe BlĂ€ser-Riffs und eine Rhythmusgitarre, die ununterbrochen hackt. Wenn du darauf achtest, merkst du: Viele moderne Funk- und Neo-Soul-Acts in Deutschland sind genau von diesem Drill inspiriert.
4. Emotion vs. Show. Bei âIt's a Man's Man's Man's Worldâ wurde die BĂŒhne hĂ€ufig dunkel, der Spot nur auf Brown, der mit Handtuch und Cape inszeniert wurde. Dieses Ăber-Drama sieht man heute noch in Sets â von Retro-Soul-SĂ€ngern bis zu Popstars, die ihre âgroĂe Balladeâ theatralisch auf die BĂŒhne bringen. James Brown hat hierfĂŒr die Blaupause geliefert.
Wenn du dir 2026 James-Brown-Tributes oder âFunk & Soul Classicsâ-Abende in Deutschland anschaust, sind bestimmte Songs quasi Pflicht. Dazu gehören:
- Als Opener: âPapa's Got a Brand New Bagâ oder âCold Sweatâ
- Im Mittelteil: âI Got You (I Feel Good)â, âGet Up Offa That Thingâ
- Als Peak: âGet Up (I Feel Like Being a) Sex Machineâ
- Als dramatischer Ruhepunkt: âIt's a Man's Man's Man's Worldâ
Auch DJ-Sets, die James Brown feiern, laufen oft nach dieser Logik. Geht es eher in Richtung Hip-Hop, hörst du hĂ€ufig Breaks wie âFunky Drummerâ oder âThe Paybackâ, die unzĂ€hlige Male gesampelt wurden. Geht es in Richtung Partyfunk, kommen âI Got Youâ, âSex Machineâ und âGet Up Offa That Thingâ in dichter Folge. In beiden FĂ€llen gilt: Sobald ein Brown-Track lĂ€uft, Ă€ndern sich die Moves auf dem Dancefloor â die Leute gehen mehr in die Knie, der Groove wird kleinteiliger, die Schultern fangen an zu zucken. Genau diese Körperreaktion ist Teil seines Erbes.
Das sagt das Netz:
Die GerĂŒchtekĂŒche: Was Fans vermuten
Auch ohne neue Tour brodelt bei James Brown die Fan-GerĂŒchtekĂŒche heftig â nur eben nicht in der klassischen âWann kommt er nach Berlin?â-Variante, sondern eher in Richtung: Was kommt als NĂ€chstes aus dem Archiv, wer verdient daran und was passiert mit seinem Nachlass?
Auf Reddit diskutieren Musiknerds seit Jahren ĂŒber mögliche ungehörte Live-Mitschnitte aus Europa, darunter angebliche BĂ€nder aus Shows in Deutschland, die nie offiziell erschienen sind. Immer wieder tauchen Storys von Tontechnikern oder Sammlern auf, die behaupten, es gebe komplette Konzertmitschnitte aus den 70ern, die in Labelarchiven verstauben. BestĂ€tigt ist wenig, aber die Spekulationen halten sich hartnĂ€ckig â vor allem, weil in den letzten Jahren immer wieder ĂŒberraschende Live-Releases von anderen Soul- und Funk-Ikonen erschienen sind.
Ein anderes heiĂes Thema: Sample-Credits und Fairness. Auf TikTok gehen regelmĂ€Ăig Clips viral, in denen User zeigen, wie viele moderne Hits auf James-Brown-Breaks oder Vocal-Shouts basieren. Unter den Kommentaren liest man dann Diskussionen wie:
- âKriegen seine Erben fĂŒr jeden TikTok-Sound ĂŒberhaupt Geld?â
- âWie viele Producer haben James Brown frĂŒher gesampelt, ohne sauber zu klĂ€ren?â
- âIst es ĂŒberhaupt noch kreativ, zum 100. Mal denselben Break zu nutzen?â
Gerade in der Deutschrap-Community wird das spannend: Viele Drill-, Trap- und BoomBap-Produzenten in Deutschland greifen bewusst zu James-Brown-Ă€hnlichen Drums oder BlĂ€ser-Hits, manchmal als Hommage, manchmal eher als Vibe-Referenz. Auf Producer-Subreddits entstehen daraus hitzige Threads, in denen diskutiert wird, ob man 2026 noch klassisch samplen sollte oder lieber eigene âJames-Brown-artigeâ Lines einspielt, um rechtlich safe zu sein.
Dazu kommt eine emotionale Debatte: Wem âgehörtâ James Brown heute kulturell? Die eine Seite sagt: Er ist vor allem ein US-amerikanisches, schwarzes Kultur-PhĂ€nomen. Die andere Seite argumentiert: Ohne James Brown kein globaler Funk, kein moderner Pop, keine Sample-Kultur â also ist sein Erbe weltweit relevant. Gerade in Deutschland, wo Hip-Hop und R&B im Mainstream angekommen sind, rĂŒckt diese Frage immer stĂ€rker in den Fokus. Viele junge Fans lernen James Brown ĂŒbrigens nicht ĂŒber die Originalsongs, sondern ĂŒber Reaktions-Videos auf YouTube kennen â Leute, die zum ersten Mal âSex Machineâ live sehen und völlig ausrasten.
Viral-Thema der letzten Monate sind auĂerdem dunkle Theorien rund um seinen Tod und sein Erbe. In internationalen Dokus und Artikeln gibt es immer wieder Andeutungen, dass hinter den Kulissen nicht alles sauber lief, dass VertrĂ€ge komisch waren und bestimmte Personen mehr Kontrolle ĂŒber den Katalog wollten, als gut war. Das befeuert Kommentare wie âHollywood wird die echte Story nie erzĂ€hlenâ oder âWartet, bis die ultimative James-Brown-Doku alles auspacktâ.
FĂŒr dich als Fan in Deutschland ist vieles davon natĂŒrlich schwer zu ĂŒberprĂŒfen. Aber es erklĂ€rt, warum James Brown 2026 nicht nur als âalter Soul-Typâ wahrgenommen wird, sondern als Figur in einem laufenden Kultur-Drama: Sample-Kriege, Rechtefragen, posthume Releases, TikTok-Revivals. Die Vibes schwanken zwischen ehrfĂŒrchtiger Bewunderung (âKing!â), Meme-Kultur (âDer Typ war wortwörtlich Funk auf zwei Beinenâ) und kritischen Tönen (âGenie, aber auch schwierige Persönlichkeitâ). Genau dieser Mix macht ihn in der Netzkultur so dauerhaft prĂ€sent.
Alle Daten auf einen Blick
Hier eine kompakte Ăbersicht mit wichtigen Eckdaten zu James Brown, die dir helfen, Releases, Highlight-Songs und historische Meilensteine einzuordnen:
| Kategorie | Info | Jahr/Zeitraum | Kommentar fĂŒr Fans in Deutschland |
|---|---|---|---|
| Geburtsdatum | James Joseph Brown, geboren in South Carolina, USA | 3. Mai 1933 | Start einer Biografie vom Ă€rmlichen SĂŒden zur globalen Soul-Ikone |
| Sterbedatum | Verstorben in Atlanta, Georgia, USA | 25. Dezember 2006 | Seitdem zahlreiche posthume Compilations, Dokus und Reissues |
| Durchbruch-Single | âPlease, Please, Pleaseâ | 1956 | Der Song, mit dem James Brown erstmals in die US-R&B-Charts einstieg |
| SchlĂŒsselalbum (Funk) | âLive at the Apolloâ (Live), âPapa's Got a Brand New Bagâ (Single) | 1962 / 1965 | Essentiell, wenn du verstehen willst, wie Funk ĂŒberhaupt groĂ wurde |
| Politischer Meilenstein | âSay It Loud â I'm Black and I'm Proudâ | 1968 | Ikonischer Song der BĂŒrgerrechtsbewegung, bis heute oft zitiert |
| LegendĂ€rer Hit | âI Got You (I Feel Good)â | 1965 | Der wohl bekannteste Einstieg in die James-Brown-Welt fĂŒr neue Hörer |
| Signatur-Funk-Track | âGet Up (I Feel Like Being a) Sex Machineâ | 1970 | Funk-Definition: Call & Response, Groove, Band-PrĂ€zision |
| SpĂ€ter Mainstream-Hit | âLiving in Americaâ | 1985 | Bekannt aus âRocky IVâ, sorgte fĂŒr ein neues Publikum in Europa |
| Stark gesampelte Breaks | âFunky Drummerâ, âThe Paybackâ, âCold Sweatâ | 1960erâ1970er | Grundlage fĂŒr unzĂ€hlige Hip-Hop-Produktionen, auch in Deutschland |
| Typische Setlist-Favoriten | âSex Machineâ, âI Got Youâ, âPapa's Got a Brand New Bagâ | Live-Ăra 1960erâ1990er | Pflichtprogramm in allen Tribute- und Funk-Classics-Shows |
HĂ€ufige Fragen zu James Brown
Damit du beim nĂ€chsten Diskussionsthread oder Musikabend mitreden kannst, hier ausfĂŒhrliche Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um James Brown â zugeschnitten auf das, was deutsche Fans 2026 wirklich wissen wollen.
Wer war James Brown ĂŒberhaupt â und warum nennen ihn alle âGodfather of Soulâ?
James Brown war ein US-amerikanischer SĂ€nger, Bandleader, Songwriter und Entertainer, der ab den 50er-Jahren aktiv war und in den 60ern und 70ern praktisch eine komplette Musikrichtung geprĂ€gt hat. Er startete im Gospel- und R&B-Umfeld, entwickelte daraus aber einen neuen, radikal rhythmusorientierten Stil, der spĂ€ter als Funk bekannt wurde. Der Titel âGodfather of Soulâ spielt darauf an, dass er Soul-Musik nicht nur gesungen, sondern performt, inszeniert und körperlich ausgereizt hat wie kaum ein anderer.
Sein Einfluss geht weit ĂŒber Soul hinaus: Ohne James Brown gĂ€be es viele Formen von Funk, Disco, Hip-Hop, R&B und sogar Teile des modernen Pop so nicht. Seine Bands, seine Art zu zĂ€hlen (âOn the one!â), seine Shouts und Breaks â all das wurde zur Vorlage fĂŒr viele Musiker-Generationen. Dass er âGodfatherâ genannt wird, bedeutet also: Er steht irgendwo am Stammbaum von fast allem, was heute Groove-basiert ist.
Warum ist James Brown fĂŒr Hip-Hop und Deutschrap so wichtig?
FĂŒr Hip-Hop ist James Brown so etwas wie eine unerschöpfliche Goldmine. Seine Drummer (vor allem Clyde Stubblefield und Jabo Starks) haben Grooves eingespielt, die spĂ€ter von Produzenten wie Public Enemy, Dr. Dre, DJ Premier und etlichen anderen gesampelt wurden. Der âFunky Drummerâ-Break ist einer der meistgesampelten Drumbeats ĂŒberhaupt. Auch âThe Paybackâ, âCold Sweatâ oder âGet Up Offa That Thingâ tauchen immer wieder in Samples auf.
Deutschrap-Produzenten orientieren sich stark an dieser Ăsthetik â sei es direkt (klassische BoomBap-Beats, die Brown-Samples nutzen) oder indirekt (selbst eingespielte Funk-Drums, die nach Brown-Vibe klingen). Gerade in den 90ern und frĂŒhen 2000ern waren James-Brown-Samples im deutschen Rap allgegenwĂ€rtig. 2026 holen Nostalgie-Wellen und Drill-Experimente diese Klangwelt wieder zurĂŒck: verzerrte, aber klar âfunkigeâ Drums, plötzlich auftauchende BlĂ€ser-Hits, Vocal-Chops, die an Brown-Shouts erinnern.
Welche James-Brown-Songs sollte ich 2026 unbedingt kennen?
Wenn du neu einsteigst, lohnt sich eine Art âStarter-Packâ mit verschiedenen Phasen:
- Klassischer Soul & R&B: âPlease, Please, Pleaseâ, âTry Meâ
- Ăbergang zum Funk: âPapa's Got a Brand New Bagâ, âI Got You (I Feel Good)â, âIt's a Man's Man's Man's Worldâ
- Reiner Funk: âCold Sweatâ, âGet Up (I Feel Like Being a) Sex Machineâ, âSuper Badâ, âGet Up Offa That Thingâ
- Politisch & Statement: âSay It Loud â I'm Black and I'm Proudâ
- SpĂ€ter Mainstream: âLiving in Americaâ
Wenn du schon etwas tiefer drin bist, schau dir komplette Alben wie âLive at the Apolloâ, âSex Machineâ oder âThe Paybackâ an. Da verstehst du besser, warum James Brown live als Naturereignis galt.
Gibt es 2026 noch unveröffentlichte Songs oder Alben von James Brown?
Offiziell sind die meisten Studioaufnahmen aus der James-Brown-Ăra veröffentlicht oder zumindest in Boxsets und Expanded Editions gelandet. Was Fans und Sammler aber seit Jahren vermuten: Live-Mitschnitte und alternative Takes liegen noch in Archiven. Immer wieder bringen Labels neue Live-Alben oder spezielle Sessions heraus, die zuvor nur als Bootleg unterwegs waren. Es ist also realistisch, dass auch in den nĂ€chsten Jahren noch âneue alteâ James-Brown-Aufnahmen erscheinen â vor allem Live-Performances, B-Sides und Demo-Versionen.
FĂŒr deutsche Fans besonders spannend sind Berichte ĂŒber Europa-Touren, bei denen angeblich Shows mitgeschnitten wurden, die nie offiziell herauskamen. Solange Labels und Rechteinhaber mit dem Katalog weiter arbeiten, bleibt immer die Chance, dass solche SchĂ€tze auftauchen.
Kann James Brown 2026 bei Streaming-Zahlen noch mit aktuellen Stars mithalten?
NatĂŒrlich liegt James Brown in absoluten Zahlen hinter aktuellen Superstars â aber fĂŒr einen KĂŒnstler, dessen groĂe Phase 50â60 Jahre zurĂŒckliegt, performt er erstaunlich stark. Seine gröĂten Hits schaffen es regelmĂ€Ăig in kuratierte Playlists mit Millionen-Followern, werden auf TikTok neu entdeckt und in Serien, Filmen und Games platziert.
Wichtiger als reine Zahlen: James Brown ist ein Konstante. Seine Songs werden nicht âweg-gestreamtâ, sondern bleiben. WĂ€hrend viele Hits von heute nach ein paar Monaten wieder aus den Trends fallen, tauchen âI Got Youâ oder âSex Machineâ alle paar Jahre in neuen Kontexten auf. FĂŒr Labels lohnt es sich deshalb, seinen Katalog langfristig aktiv zu halten â und genau das sorgt dafĂŒr, dass du ihn 2026 erneut ĂŒberall wahrnimmst.
Welche deutschen Acts sind hörbar von James Brown beeinflusst?
Direkte 1:1-Kopien gibt es selten, aber wenn du genauer hinhörst, findest du James-Brown-Spuren bei:
- Deutschrap & BoomBap: Viele Oldschool-Beats aus den 90ern und frĂŒhen 2000ern lehnen sich klar an Brown-Drums an. DJs und Producer, die viel mit Breakbeats arbeiten, haben fast immer James-Brown-Vinyl im Regal.
- Funk- & Soul-Bands: Deutsche Live-Acts, die sich dem 60s/70s-Funk verschrieben haben, orientieren sich massiv an seinem Bandkonzept: scharfe BlÀser, knapper Gesang, viel Call & Response.
- Pop-Acts mit Soul-Background: Einige deutschsprachige SĂ€nger:innen, die Funk- oder Soul-Elemente in ihren Sound mischen, nehmen Brown als Referenz, wenn es um Live-Arrangements geht â vor allem, was Dynamik und Publikums-Interaktion angeht.
Auch wenn viele Acts James Brown nicht direkt covern, spĂŒrst du sein Erbe ĂŒberall dort, wo Groove wichtiger ist als Harmonie-Spielereien und wo die Band auf âdie Einsâ gedrillt wird.
Wie kann ich mich 2026 in Deutschland am besten in James Browns Welt vertiefen?
Am einfachsten ist eine Kombination aus Streaming, Live-Feeling und Hintergrundwissen:
- Starte mit einer guten âThis Is James Brownâ- oder âBest of James Brownâ-Playlist.
- Zieh dir legendĂ€re Live-Mitschnitte auf YouTube rein, vor allem alte TV-Auftritte und âApolloâ-Shows.
- Such in deiner Stadt nach Funk- & Soul-Partys oder Tribute-Abenden â dort hörst du die Songs in voller LautstĂ€rke mit Crowd-Reaktion.
- Check Dokus und Biografien, um die politische und gesellschaftliche Dimension seiner Musik zu verstehen.
- Wenn du produzierst: Analysiere seine Drums und BlĂ€ser-Lines, versuch, den Groove nachzubauen â ohne stumpfes Kopieren.
So wird aus âAh, das ist doch der mit âI Feel Goodââ schnell ein echtes VerstĂ€ndnis dafĂŒr, warum James Brown 2026 immer noch in Playlists landet, in denen du sonst nur aktuelle Releases erwartest.
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