Julius BĂ€r Aktie: Neuaufstellung oben
16.03.2026 - 09:53:03 | boerse-global.deHeute prĂ€sentiert sich Julius BĂ€r mit gleich mehreren Personalmeldungen â und einer VergĂŒtungszahl, die fĂŒr GesprĂ€chsstoff sorgt. Der frisch veröffentlichte GeschĂ€ftsbericht 2025 liefert dabei die BĂŒhne.
24 Millionen fĂŒr den neuen Chef
CEO Stefan Bollinger erhĂ€lt eine GesamtvergĂŒtung von 24 Millionen Franken. Das klingt zunĂ€chst nach einem stattlichen Paket â der Kontext relativiert es jedoch. Nur 40 Prozent entfallen auf seine operative TĂ€tigkeit im abgelaufenen GeschĂ€ftsjahr 2025. Die restlichen 60 Prozent sind eine einmalige Kompensation fĂŒr entgangene AnsprĂŒche bei seinem frĂŒheren Arbeitgeber Goldman Sachs. Solche Abgeltungszahlungen sind beim Wechsel von SpitzenfĂŒhrungskrĂ€ften zwischen GroĂinstituten ĂŒblich â ungewöhnlich hoch ist der Gesamtbetrag trotzdem.
Umbau im Verwaltungsrat
Parallel zur Berichtspublizierung kĂŒndigt die Bank personelle VerĂ€nderungen im Aufsichtsgremium an. Olga Zoutendijk, seit sieben Jahren Mitglied des Verwaltungsrates, wird sich an der Generalversammlung am 9. April 2026 nicht zur Wiederwahl stellen. Als Nachbesetzung nominiert das Unternehmen neben dem bereits im Februar angekĂŒndigten Urban Angehrn nun auch Colin Bell.
Bell bringt ein Profil mit, das angesichts der jĂŒngsten Vergangenheit von Julius BĂ€r kaum zufĂ€llig gewĂ€hlt sein dĂŒrfte. Als ehemaliger Group Chief Compliance Officer bei HSBC und UBS hat er komplexe Transformationsprogramme im Bereich Financial Crime Compliance geleitet und unterhĂ€lt enge Kontakte zu Regulatoren wie der FCA, der PRA und der FINMA. Eine Botschaft an den Markt: Die Bank investiert weiter in Governance-Kompetenz auf höchster Ebene.
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DiversitÀtsziel verfehlt
Einen Wermutstropfen rĂ€umt die Bank offen ein. Durch den Abgang von Zoutendijk und die vorgeschlagenen NeuzugĂ€nge â beides MĂ€nner â wird Julius BĂ€r die selbst gesteckten Ziele zur GeschlechterdiversitĂ€t im Verwaltungsrat vorerst nicht erreichen. Der Verwaltungsrat kĂŒndigt an, geeignete Kandidatinnen zu suchen und den AktionĂ€ren möglichst noch vor der ordentlichen Generalversammlung 2027 entsprechende Nominierungen vorzulegen.
FĂŒr Investoren ist das ein Signal mit zwei Seiten: Einerseits zeigt die transparente Kommunikation Selbstreflexion. Andererseits dĂŒrfte institutionellen AktionĂ€ren, die ESG-Kriterien gewichten, dieser RĂŒckschritt nicht entgehen.
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