Jungheinrich: EBIT-Marge auf 4,4 Prozent abgerutscht
08.05.2026 - 04:19:25 | boerse-global.deSchwache Margen, aber volle Auftragsbücher – bei Jungheinrich klaffen das erste Quartal und die Jahresziele weit auseinander. Trotz eines deutlichen Gewinnrückgangs hält der Hamburger Gabelstapler-Spezialist an seiner Prognose fest. Anleger reagierten am Freitag erleichtert auf diese Beständigkeit.
Ein Quartal unter Druck
Das operative Ergebnis (EBIT) brach im ersten Quartal auf 56,5 Millionen Euro ein. Im Vorjahreszeitraum standen noch 104,5 Millionen Euro in den Büchern. Die entsprechende Marge sank auf 4,4 Prozent.
Preiskämpfe und eine schwache Auslastung belasteten das Geschäft. Hinzu kommt ein Streik im Werk Lüneburg, der auf die Bilanz drückte. Einmalige Kosten von 20 Millionen Euro fielen durch den Verkauf der russischen Tochtergesellschaft an.
Hoffnung macht der Auftragseingang. Dieser kletterte um knapp elf Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Ein Teil dieses Zuwachses resultiert aus vorgezogenen Bestellungen wegen angekündigter Preiserhöhungen.
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Vorstand hält an Zielen fest
Der Vorstand bestätigt die Ziele für das gesamte Geschäftsjahr 2026. Er erwartet ein EBIT zwischen 380 und 450 Millionen Euro. Der Umsatz soll bis zu 5,8 Milliarden Euro erreichen.
Der Markt wertet dieses Festhalten an den Zielen als wichtiges Signal für die Planbarkeit. In einem schwierigen Umfeld schafft das Management so eine Basis für neues Vertrauen.
Die Aktie stabilisierte sich zuletzt bei 26,48 Euro. Seit Jahresbeginn verlor das Papier jedoch über 26 Prozent an Wert. Erst vor wenigen Tagen markierte der Kurs ein Jahrestief bei 24,68 Euro.
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Abseits der Zahlen herrscht Unruhe in der Führungsetage. Finanzchefin Heike Wulff verlässt das Unternehmen nach nur vier Monaten im Amt. Vorstandschef Lars Brzoska übernimmt das Ressort vorerst zusätzlich.
Die Bestätigung der Jahresziele fungiert nun als Anker für das Vertrauen der Investoren. Jungheinrich muss in den kommenden Monaten beweisen, dass die Margenschwäche des Auftaktquartals eine Ausnahme war. Die Erreichung der prognostizierten Marge von bis zu acht Prozent bleibt die entscheidende Messlatte für das Management.
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