Käse könnte das Demenzrisiko senken
27.01.2026 - 07:30:12Käse könnte das Gehirn im Alter schützen. Aktuelle Studien aus Japan und Schweden deuten darauf hin, dass der regelmäßige Verzehr das Risiko für kognitiven Abbau verringern kann. Besonders fettreiche Sorten stehen im Fokus der Forschung.
Eine japanische Studie mit fast 8.000 älteren Erwachsenen zeigt: Wer mindestens einmal pro Woche Käse aß, hatte ein um 24 Prozent geringeres relatives Risiko, an Demenz zu erkranken. Die Studie lief über drei Jahre.
Noch länger dauerte eine schwedische Untersuchung. Sie beobachtete über 25 Jahre hinweg mehr als 27.000 Personen. Das Ergebnis überraschte: Ein höherer Verzehr von fettreichem Käse wie Cheddar oder Brie war mit einem deutlich geringeren Demenzrisiko verbunden. Für fettarme Milchprodukte fand sich dieser Effekt nicht.
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Diese Nährstoffe machen Käse wertvoll
Woran könnte der potenzielle Schutz liegen? Forscher führen ihn auf eine besondere Nährstoffkombination zurück:
- Vitamin B12 und Kalzium: Essenziell für die neuronale Funktion.
- Vitamin K2: Wichtig für die Gefäßgesundheit.
- Bioaktive Substanzen: Während der Fermentation entstehen Stoffe, die Entzündungen hemmen können.
- Spermidin: Dieser Stoff in gereiftem Käse regt zellreinigende Prozesse an.
Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Darm-Hirn-Achse. Probiotika in einigen Käsesorten könnten das Darmmikrobiom stärken, was sich positiv auf die kognitive Gesundheit auswirken kann.
Kein Freibrief für unbegrenzten Konsum
Trotz der ermutigenden Daten mahnen Experten zur Vorsicht. Die Studien belegen einen Zusammenhang, aber keine eindeutige Ursache-Wirkungs-Beziehung. Könnten nicht auch andere Lebensstilfaktoren bei Käseliebhabern eine Rolle spielen?
Zudem steht Käse in vielen etablierten Ernährungsempfehlungen nicht gut da. Die zur Demenzprävention entwickelte MIND-Diät stuft ihn sogar als zu meidendes Lebensmittel ein. Ernährungswissenschaftler raten daher von einem unkontrollierten Konsum ab. Käse ist oft reich an gesättigten Fettsäuren und Salz.
Die Botschaft lautet: Käse sollte nicht isoliert, sondern als Teil einer ausgewogenen Ernährung betrachtet werden. Die mediterrane Diät, die Milchprodukte in Maßen einschließt, bleibt eine der am besten belegten Strategien für ein gesundes Gehirn.
Was kommt als Nächstes?
Die neuen Erkenntnisse werfen viele Fragen auf. Welche Käsesorte ist am besten? Wie viel ist optimal? Um das zu klären, braucht es nun randomisierte Kontrollstudien. Sie sollen den kausalen Zusammenhang endgültig bestätigen und die Mechanismen entschlüsseln.
Bis dahin gilt: Ein bewusster Genuss im Rahmen einer vielfältigen Ernährung kann nicht schaden. In Kombination mit mentaler und körperlicher Aktivität könnte das Stück Käse tatsächlich ein kleines Puzzleteil für ein gesundes Altern sein.
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