'Kahlschlag': Kritik an Reformplan fĂŒr Informationsanfragen
Veröffentlicht am: 06.07.2026 um 17:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWSMit Blick auf ReformplÀne der Bundesregierung sprach die Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten (IFK) in Deutschland von einem Kahlschlag, wie aus einer Mitteilung des rheinland-pfÀlzischen Beauftragten Dieter Kugelmann hervorgeht.
Es sei weder zu erkennen, dass aktuelle Herausforderungen solche EinschrĂ€nkungen auch nur ansatzweise rechtfertigten, noch werde staatliche Resilienz durch umfassende und pauschale Geheimhaltung gestĂ€rkt. "Es besteht daher gar kein Bedarf, darĂŒber hinaus ganze Bereiche vom Informationszugang auszunehmen. Hier nutzt die Bundesregierung den Verweis auf die Sicherheit lediglich als Vorwand fĂŒr nicht nachvollziehbare und nicht begrĂŒndbare BeschrĂ€nkungen der Informationsfreiheit."
Konferenz spricht von Generalangriff
Die Bundesregierung will das Gesetz Ă€ndern, das den Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen der Bundesbehörden regelt. Unter anderem soll der Kreis der Frageberechtigten eingeschrĂ€nkt werden. Seit 2006 bietet das Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) einen voraussetzungslosen Anspruch auf Informationen der Behörden des Bundes. Die nun angekĂŒndigte Reform stöĂt auch bei Oppositionspolitikern und Organisationen, die dem Staat regelmĂ€Ăig auf die Finger schauen, auf massive Kritik.
Eine Abkehr vom Prinzip des voraussetzungslosen Anspruchs auf Zugang zu amtlichen Informationen wĂ€re aus Sicht der IFK besonders gravierend. "Dies kĂ€me einem Generalangriff auf die Informationsfreiheit gleich." Die Bundesregierung mĂŒsse die im Koalitionsvertrag verankerte Ănderung des IFG so umzusetzen, dass Transparenz und Nachvollziehbarkeit staatlichen Handelns nicht behindert, sondern erhöht wĂŒrden, hieĂ es in der Mitteilung weiter.
