Kallas, EU-Mexiko-Gipfel

Kallas: EU-Mexiko-Gipfel soll 'geopolitisches' Signal setzen

Veröffentlicht am: 22.05.2026 um 05:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Mit ihrem ersten bilateralen Gipfeltreffen seit zehn Jahren wollen die EuropÀische Union und Mexiko ihre Zusammenarbeit auch angesichts zahlreicher globaler Krisenherde ausbauen.

"Hier geht es um mehr als nur Handel. Es ist ein geopolitisches Statement", sagte EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas in der mexikanischen Hauptstadt nach einem Treffen mit Außenminister Roberto Velasco.

Bei dem heutigen Gipfeltreffen soll das modernisierte Handels- und Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und Mexiko unterzeichnet werden. DafĂŒr reisten auch EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen und EU-RatsprĂ€sident AntĂłnio Costa nach Mexiko-Stadt, wo sie unter anderem PrĂ€sidentin Claudia Sheinbaum treffen werden.

Das grĂ¶ĂŸte spanischsprachige Land mit 130 Millionen Einwohnern ist auch fĂŒr die EU ein zunehmend wichtiger Handelspartner. Die EU ist wiederum nach den USA Mexikos zweitgrĂ¶ĂŸter Exportmarkt weltweit.

Kallas: Ein Signal zuverlÀssiger Partnerschaft

Außenminister Velasco sprach nach dem Treffen mit Kallas am Donnerstag (Ortszeit) vom Beginn einer neuen Etappe der bilateralen Beziehungen vor dem Hintergrund großer globaler Herausforderungen. Kallas sagte, Europa und Mexiko könnten die weltweite Unsicherheit zwar nicht beseitigen, gemeinsam könnten sie jedoch deren Auswirkungen abmildern und ihre eigene Zukunft gestalten. Das sende "ein klares Signal", dass beide Seiten zuverlĂ€ssige Partner seien, so Kallas weiter.

Neben Handelsfragen umfasst das neue globale EU-Mexiko-Abkommen auch Themen wie Klimawandel, Menschenrechte und internationale Zusammenarbeit. Zudem sollen weitere Zölle und Handelshemmnisse abgebaut werden.

FĂŒr Mexiko könnte eine stĂ€rkere Zusammenarbeit mit der EU auch ein nĂŒtzliches Gegengewicht sein, um die AbhĂ€ngigkeit des Landes vom nördlichen Nachbarn zu mindern: Etwa 80 Prozent der mexikanischen Exporte gehen aktuell in die USA. Und der Nachbar schottet sich unter der Regierung von US-PrĂ€sident Donald Trump durch die EinfĂŒhrung neuer Zölle immer stĂ€rker ab.

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