Spöttelnder Nato-Chef lÀsst EU-Kommission kalt
27.01.2026 - 14:44:33 | dpa.de"Wir sind entschlossen, dafĂŒr zu sorgen, dass wir zunehmend widerstandsfĂ€higer und unabhĂ€ngiger werden", sagte eine Sprecherin in BrĂŒssel. Man arbeite daran, die AbhĂ€ngigkeit und die Verwundbarkeit zu verringern.
Rutte hatte zuvor vor Mitgliedern der AusschĂŒsse fĂŒr AuĂen- und Verteidigungspolitik des Europaparlaments mit spöttischem Unterton deutlich gemacht, dass er eine weitgehende Abnabelung von den USA nicht fĂŒr richtig halte. Der NiederlĂ€nder sagte: "Wenn hier jemand glaubt, die EuropĂ€ische Union - oder Europa insgesamt - kann sich ohne die USA verteidigen: TrĂ€umt weiter! (...) Das können wir nicht." Als Grund nannte Rutte insbesondere die Kosten fĂŒr den Aufbau eines nuklearen Schutzschirms, der dem der USA entspricht. Diejenigen, die dafĂŒr werben, sollten es vergessen, sagte er. DafĂŒr mĂŒssten die EuropĂ€er nicht fĂŒnf, sondern sogar zehn Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes in Verteidigung investieren.
Rutte warnte, der nukleare Schutzschirm der USA sei letztlich der Garant der Freiheit. "Viel GlĂŒck" wĂŒnschte er ironisch denjenigen, die diesen verlieren wollten. Zugleich wies Rutte darauf hin, dass aus seiner Sicht auch die USA die EuropĂ€er brauchten. Die Vereinigten Staaten seien auch in der Nato, um selbst sicher zu sein. Dazu gehörten ein sicherer euro-atlantischer Raum, eine sichere Arktisregion und ein sicheres Europa.
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