Merz, Iran-Verhandlungen

Merz: Iran-Verhandlungen nicht wirklich gut vorbereitet

13.04.2026 - 10:37:05 | dpa.de

Kanzler Friedrich Merz hat die Vorbereitung der vorlÀufig gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan kritisiert.

"Ich bin von der Entscheidung, die GesprĂ€che in Islamabad abzubrechen, nicht ĂŒberrascht gewesen", sagte der CDU-Vorsitzende in Berlin nach zweitĂ€gigen Beratungen der Spitzen der schwarz-roten Koalition. "Ich hatte von Anfang an nicht den Eindruck, dass sie wirklich gut vorbereitet waren", fĂŒgte Merz hinzu. Wen er mit dieser Kritik meinte, sagte Merz nicht.

Der Kanzler ergĂ€nzte: "Insofern wird das jetzt ein lĂ€ngerer Prozess werden." Die Bundesregierung spreche mit den Konfliktparteien, der US-Regierung und Israel. "Das wird ein lang dauernder Prozess bleiben, und wir werden die Folgen dieses Krieges noch lange spĂŒren, auch wenn er vorbei ist", sagte Merz. Aus diesem Grund richte man sich "darauf ein, dass wir ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitpunkt eine erhebliche Belastung auch der deutschen Wirtschaft sehen, eine erhebliche Belastung damit auch der privaten Haushalte".

Die Bundesregierung wolle deswegen "alles tun, was in unseren Möglichkeiten steht, um die WettbewerbsfĂ€higkeit der deutschen Wirtschaft zu erhalten, zu verbessern und auch die Lage der privaten Haushalte zu erleichtern", versprach der Bundeskanzler. Er fĂŒgte aber an: "Das ist nicht einfach. Es wird nicht alles gehen. Wir können nicht jede Krise dieser Welt mit Geld aus Deutschland lösen." Merz betonte: "Aber wir tun alles, was in unseren Möglichkeiten steht, um der Wirtschaft und den privaten Haushalten in Deutschland zu helfen."

Klingbeil: Werden weitere Entscheidungen wegen Iran-Kriegs prĂŒfen

SPD-Chef und Finanzminister Lars Klingbeil sagte auf die Frage, ob die Entscheidungen der Koalition angesichts der unsicheren internationalen Lage rasch ĂŒberholt sein könnten, man sei sich bewusst, "dass es Zeitpunkte geben kann, wo wir weitere Entscheidungen treffen, die im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg stehen". FĂŒr die Runde sei es aber wichtig gewesen, "jetzt dieses klare geschlossene Signal mit dem Energiesofortprogramm zu setzen". Er ergĂ€nzte: "Niemand sagt, heute sind alle Probleme damit erledigt, die mit diesem Krieg zusammenhĂ€ngen."

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