Kaspersky, Smartphone-Gefahr

Kaspersky warnt vor doppelter Smartphone-Gefahr

16.03.2026 - 00:00:25 | boerse-global.de

Vorinstallierte Schadsoftware auf Neugeräten und unsichere öffentliche WLANs bilden eine gefährliche Kombination, die persönliche Daten massiv gefährdet. Die Zahl der Banking-Trojaner ist drastisch gestiegen.

Kaspersky warnt vor doppelter Smartphone-Gefahr - Foto: über boerse-global.de
Kaspersky warnt vor doppelter Smartphone-Gefahr - Foto: über boerse-global.de

Eine neue Welle von Cyberangriffen bedroht Millionen Smartphone-Nutzer. Sicherheitsforscher sehen eine gefährliche Kombination: vorinstallierte Schadsoftware auf Neugeräten und die alltäglichen Risiken öffentlicher WLAN-Netze. Diese doppelte Bedrohung ermöglicht es Angreifern, unbemerkt persönliche Daten, Bankinformationen und Passwörter zu stehlen.

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Banking-Trojaner verzeichnen dramatischen Anstieg

Die Gefahr wächst rasant. Allein im Jahr 2025 registrierten Analysten von Kaspersky 255.090 neue Installationspakete für Banking-Trojaner auf Android. Das entspricht einem Zuwachs von 271 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Cyberkriminelle verstärken ihre Angriffe auf mobile Endgeräte massiv. Gleichzeitig warnen Experten vor einer noch heimtückischeren Methode: Schadsoftware, die bereits vor dem ersten Einschalten auf dem Smartphone lauert.

Die Bedrohung ab Werk: Infiziert aus der Lieferkette

Eine der größten Sorgen sind sogenannte Supply-Chain-Angriffe. Dabei schleusen Kriminelle Malware direkt während des Herstellungsprozesses in die Firmware von Geräten ein. Ein aktuelles Beispiel ist die Malware-Familie "Keenadu". Sie nistet sich tief im Betriebssystem ein und verschafft Angreifern weitreichende Kontrolle.

Diese Malware ist besonders tückisch. Nutzer können sie kaum entfernen, während sie im Hintergrund agiert. Die Kriminellen manipulieren Apps, laden weitere Schadsoftware nach und greifen sensible Daten wie Nachrichten oder Banking-Zugangsdaten ab. Betroffen sind häufig preisgünstige Android-Geräte, die bereits ab Werk mit einer Backdoor ausgeliefert werden.

Öffentliches WLAN: Das offene Einfallstor

Die zweite Säule der Bedrohung sind ungesicherte öffentliche WLAN-Netzwerke. In Cafés, Flughäfen oder Hotels sind diese Netze oft unverschlüsselt. Angreifer können den gesamten Datenverkehr dann leicht mitlesen. Eine häufige Methode ist der "Man-in-the-Middle"-Angriff. Dabei schaltet sich ein Krimineller unbemerkt zwischen Smartphone und Router.

Noch perfider sind "Evil-Twin"-Angriffe. Hacker erstellen ein gefälschtes WLAN mit einem täuschend echten Namen wie "Flughafen_Free_WiFi". Verbindet sich ein Nutzer mit diesem "bösen Zwilling", läuft sein gesamter Datenverkehr über den Rechner des Angreifers. Dieser stiehlt dann Passwörter und Kreditkartendaten, ohne dass der Nutzer etwas bemerkt.

Cyberkriminalität erreicht industrielles Ausmaß

Die Kombination aus vorinstallierter Malware und unsicheren Netzwerken schafft ein gefährliches Ökosystem. Supply-Chain-Angriffe sind laut einem Bericht von Group-IB zur größten globalen Cyberbedrohung geworden. Kriminelle kompromittieren gezielt Software-Anbieter und Hersteller, um ihre Schadsoftware breit zu streuen.

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Das Bewusstsein der Nutzer ist oft gering. Rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland nutzen öffentliche WLAN-Hotspots. Viele gehen fälschlicherweise von deren Sicherheit aus. Behörden wie die französische CERT-FR raten daher dringend, die WLAN-Funktion zu deaktivieren, wenn sie nicht aktiv genutzt wird.

So schützen Sie sich vor den Angriffen

Experten gehen von weiter zunehmenden Attacken aus. Für Verbraucher ist deshalb mehr Vorsicht geboten. Zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen gehören:

  • Nutzung eines VPNs: Ein Virtual Private Network verschlüsselt den gesamten Datenverkehr und schützt auch in unsicheren WLANs.
  • Vorsicht bei öffentlichen Netzen: Sensible Transaktionen wie Online-Banking sollten nie über öffentliche WLANs laufen.
  • Software aktuell halten: Regelmäßige Updates für Betriebssystem und Apps schließen bekannte Sicherheitslücken.
  • WLAN deaktivieren: Schalten Sie die Funktion aus, wenn Sie sie nicht benötigen.
  • Apps aus offiziellen Quellen: Laden Sie Anwendungen nur aus vertrauenswürdigen App-Stores herunter.

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