Keppel, Aktie

Keppel Aktie: Apollo bringt Milliarden

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 18:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Keppel verkauft sechs Bohrinseln an einen neuen Fonds mit Apollo als Ankerinvestor. Der Deal soll Schulden senken und Kapital für neue Investments freisetzen.

Keppel Aktie: Apollo investiert Milliarden in Offshore-Fonds
Abstrakte Darstellung moderner Architektur und Infrastruktur-Investitionen in goldenem Licht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ölplattformen als Kapitalquelle: Keppel bringt sechs Bohrinseln in einen neuen Fonds ein — und findet mit Apollo Global Management gleich einen milliardenschweren Ankerinvestor. Für den Singapurer Asset Manager ist das der nächste Baustein einer Strategie, die alte Öl-und-Gas-Anlagen in frisches Kapital verwandelt.

Apollo investiert 1,5 Milliarden Dollar in den neuen Keppel Offshore Fund, der ein Portfolio aus Offshore-Energieanlagen hält. Die Transaktion ist mit Investment-Grade bewertet und gilt als eine der ersten ihrer Art in Südostasien. Sie ist Teil eines größeren Plans: Keppel will insgesamt zehn Ölbohrinseln seiner Tochtergesellschaft Rigco Holding für umgerechnet rund 2,87 Milliarden Dollar abstoßen, um Schulden zu senken und Kapital für neue Investitionen freizusetzen.

Sechs Rigs jetzt, vier folgen später

Für die sechs bereits operativen Bohrinseln fließen Keppel noch in diesem Jahr 478 Millionen Dollar in bar zu — bei einem Transaktionswert von 1,2 Milliarden Singapur-Dollar für den neuen Fonds. Die Hälfte des Kapitals für den neuen Offshore-Fonds stammt indirekt von Keppel selbst. Der Deal soll die verwalteten Vermögenswerte des Unternehmens um rund 3,9 Milliarden Singapur-Dollar erhöhen.

Vier weitere, derzeit im Bau befindliche Bohrinseln sollen zwischen 2027 und 2028 in denselben Fonds wandern und Keppel zusätzlich 988 Millionen Dollar an Barmitteln bringen. Aus dem Verkauf der sechs operativen Rigs verbucht das Unternehmen einen buchhalterischen Verlust von 92 Millionen Singapur-Dollar — dieser fließt bereits in die Halbjahreszahlen ein, die am 30. Juli anstehen.

CEO Loh Chin Hua beschrieb den langfristigen Rückenwind im Offshore-Energiemarkt als Chance für attraktive risikoadjustierte Renditen. Apollo wiederum sieht in dem Geschäft einen Zugang zum regionalen Offshore-Markt, der von hohen Auslastungsraten und stabiler langfristiger Nachfrage profitiert. Keppel verwaltet nach eigenen Angaben rund 95 Milliarden Singapur-Dollar an Fondsvermögen über die Bereiche Infrastruktur, Immobilien und Konnektivität.

Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt üblicher Bedingungen, einschließlich behördlicher Genehmigungen. Mit den Halbjahreszahlen am 30. Juli dürfte sich zeigen, wie stark der Verlust aus dem Rig-Verkauf das Ergebnis kurzfristig belastet — und wie viel frisches Kapital der Deal mit Apollo tatsächlich freisetzt.

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