KI-Betrüger, Voice

KI-Betrüger nutzen Voice Cloning für Bank-Raubzüge

26.01.2026 - 22:42:13

Kriminelle nutzen täuschend echte KI-Stimmen und psychologischen Druck, um Bankdaten zu erbeuten. Verbraucherschützer warnen vor gezielten Angriffen auf Kunden verschiedener Banken.

Eine neue Welle von KI-gestützten Betrugsangriffen erschüttert das Mobile Banking. Kriminelle setzen auf täuschend echte KI-Stimmen und psychologischen Druck, um an Geld und Daten zu gelangen. Verbraucherschützer und Behörden schlagen Alarm.

Voice Cloning: Die täuschend echte Gefahr am Telefon

Die größte Bedrohung kommt aktuell vom Telefon. Betrüger geben sich als Bankmitarbeiter aus und nutzen KI-gestütztes Voice Cloning, um Stimmen täuschend echt zu imitieren. Oft reichen ihnen dafür nur Sekunden einer Sprachaufnahme aus sozialen Medien.

Im Gespräch schildern sie dann dringende Sicherheitsprobleme – etwa angebliche verdächtige Transaktionen. Unter massivem Druck sollen die Opfer PINs, TANs herausgeben oder Überweisungen auf fremde Konten freigeben. Die Masche funktioniert erschreckend gut.

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Die Polizei warnt eindringlich: Seriöse Banken fragen niemals telefonisch nach solch sensiblen Daten oder drängen zur Transaktionsfreigabe.

Phishing und Smishing: Klassiker mit KI-Turbo

Parallel zu den Voice-Angriffen laufen klassische Betrugsmethoden weiter auf Hochtouren. Die Verbraucherzentrale warnt aktuell vor einer gezielten Phishing-Welle gegen Commerzbank-Kunden.

  • In täuschend echten E-Mails werden Kunden aufgefordert, ihre photoTAN zu bestätigen, um eine angebliche Kontosperrung abzuwenden.
  • Auch Kunden der Volksbanken und Neobroker wie Trade Republic sind im Visier der Betrüger.

Beim Smishing (SMS-Phishing) locken Kurznachrichten mit Links zur „Datenaktualisierung“ oder warnen vor einem „gehackten“ Konto. Die Polizei in Mittelfranken meldet bereits Einzelschäden in sechsstelliger Höhe.

So schützen Sie sich vor den neuen KI-Maschen

Experten raten zu einer grundlegenden Skepsis bei unaufgeforderten Kontaktaufnahmen. Legen Sie bei verdächtigen Anrufen sofort auf und rufen Sie Ihre Bank über die offizielle Nummer zurück.

Weitere entscheidende Schutzmaßnahmen:

  • Druck standhalten: Lassen Sie sich nicht zu sofortigen Handlungen drängen. Echte Bankmitarbeiter geben Ihnen Bedenkzeit.
  • Links ignorieren: Klicken Sie nie auf Links in unerwarteten Nachrichten. Prüfen Sie Absenderadressen genau – oft verraten kleine Fehler die Fälschung.
  • Kontrollfragen stellen: Ruft ein „Angehöriger“ in einer Notsituation an, stellen Sie Fragen, die nur die echte Person beantworten kann.
  • Fernzugriff verweigern: Installieren Sie keine Apps aus zweifelhaften Quellen und erlauben Sie keinen Fernzugriff auf Ihr Smartphone.

Das digitale Wettrüsten um Ihre Kontodaten

Die KI-Angriffe markieren eine neue Eskalationsstufe. Während Betrüger KI für perfekte Täuschungen nutzen, setzen Banken ebenfalls auf künstliche Intelligenz zur Abwehr.

Ihre Systeme analysieren Transaktionen in Echtzeit und erstellen individuelle Verhaltensprofile. Weicht eine Aktivität stark vom gewohnten Muster ab, schlagen sie Alarm. Es ist ein technologisches Wettrennen, bei dem der Kundenschutz an erster Stelle steht.

Biometrie: Die Zukunft der Banksicherheit?

Als Antwort auf die raffinierteren Angriffe gewinnen biometrische Verfahren an Bedeutung. Fingerabdruck, Gesichtserkennung und vor allem Verhaltensbiometrie gelten als schwerer zu fälschen.

Diese Technologie analysiert, wie ein Nutzer sein Gerät bedient – durch einzigartige Muster beim Tippen oder Wischen. Sie könnte zum Schlüssel im Kampf gegen KI-Betrug werden. Bis dahin bleibt die eigene Wachsamkeit die wirksamste Waffe.

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