KI erobert das deutsche Handwerk
28.01.2026 - 07:44:12Generative Künstliche Intelligenz hält Einzug in deutsche Handwerksbetriebe. Die Technologie soll Meister und Gesellen von Bürokratie entlasten und Arbeitsabläufe optimieren – eine Antwort auf den akuten Fachkräftemangel. Erste Pilotprojekte zeigen, wie das funktionieren kann.
Vom Werkzeug zum Assistenten
Die größten Potenziale für KI-Anwendungen liegen in der Optimierung von Verwaltungsprozessen, Produktionsabläufen und der Kundeninteraktion. Es geht nicht darum, handwerkliches Geschick zu ersetzen. Stattdessen sollen Routinearbeiten automatisiert werden, damit sich die Fachkräfte auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können.
KI im Büro: Schluss mit Papierkram
Ein zentraler Hebel ist die digitale Verwaltung. KI-Systeme beschleunigen die Erstellung präziser Angebote und Rechnungen enorm. In Kombination mit ERP-Software entstehen maßgeschneiderte Dokumente.
Auch die Kommunikation wird effizienter:
* Intelligente Chatbots beantworten erste Kundenanfragen auf der Website.
* KI-Anrufbeantworter nehmen Anrufe entgegen, fragen Details ab und dokumentieren sie.
* Text-KIs helfen beim Verfassen von Stellenanzeigen oder Social-Media-Beiträgen.
Das Ergebnis: weniger Unterbrechungen und ein klarer Überblick am Ende des Arbeitstages.
Smarte Baustellen und Werkstätten
Die Technologie geht mit auf die Baustelle. Tools wie „Building Radar“ identifizieren frühzeitig neue Bauprojekte. In Werkstätten ermöglicht vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance), Maschinenausfälle zu antizipieren.
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Hürden auf dem Weg zur Digitalisierung
Trotz der Vorteile zögern viele Betriebe. Die größten Hürden sind Rechtssicherheit, unklare Datenlagen und fehlendes Know-how. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch: Fast 90 Prozent der Unternehmen sind überzeugt, dass KI in zehn Jahren ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor sein wird.
Die meisten nutzen bisher Software von Drittanbietern. Für eine erfolgreiche Einführung müssen Mitarbeiter früh eingebunden und geschult werden. Die Botschaft der Experten ist klar: KI ist ein Assistent, kein Ersatz für menschliche Arbeit.
Was die Zukunft bringt
Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden auf EU‑Ebene mit dem AI-Act gestaltet, der voraussichtlich noch dieses Jahr in Kraft tritt. Er soll einen verantwortungsvollen Umgang mit der Technologie regeln.
Initiativen wie das „Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk“ fördern die Digitalisierung mit kostenlosen Workshops. Der Bedarf an maßgeschneiderten KI-Lösungen für das Handwerk wird voraussichtlich stark steigen. Langfristig könnten sich ganze Gewerke auf Verbandsebene zusammenschließen, um gemeinsam Software zu entwickeln und die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu sichern.
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