KI im Job: Britische Arbeitnehmer fürchten um ihre Zukunft
25.01.2026 - 22:52:12Mehr als jeder vierte Beschäftigte im Vereinigten Königreich fürchtet, dass sein Job in den nächsten fünf Jahren durch Künstliche Intelligenz (KI) überflüssig werden könnte. Eine aktuelle Studie zeigt eine tiefe Verunsicherung der Belegschaften, die im krassen Gegensatz zu den Investitionsplänen der Unternehmen steht. Während zwei Drittel der Arbeitgeber in KI zur Produktivitätssteigerung investieren, glauben 45 Prozent der Angestellten, der technologische Wandel komme vor allem den Firmenchefs zugute.
Kein Massensterben, aber ein schleichender Wandel
Die Angst vor einem „Jobpocalypse“ ist laut Experten jedoch übertrieben. Bisher gibt es im Vereinigten Königreich kaum Belege für flächendeckende Arbeitsplatzverluste, die direkt auf KI zurückzuführen sind. Eine Analyse der Bank of England vom 22. Januar 2026 kommt zu dem Schluss, dass die gesamtwirtschaftlichen Beschäftigungseffekte bislang gering sind. Nur vier Prozent der KI-nutzenden Firmen haben deswegen Personal abgebaut.
Dennoch zeichnet sich ein Trend ab: Der Einfluss der KI macht sich vor allem durch geringere Neueinstellungen bemerkbar. Seit Mitte 2022 sind Online-Stellenausschreibungen für Jobs mit hohem KI-Expositionsgrad mehr als doppelt so stark zurückgegangen wie in weniger betroffenen Bereichen. Besonders betroffen sind einfachere und routinebasierte Tätigkeiten, oft Einstiegspositionen für Berufsanfänger.
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Junge Generation am besorgtesten – Skills-Lücke klafft weit
Die Verunsicherung ist generationenspezifisch verteilt. Während sich die kurz vor der Rente stehenden Babyboomer noch vergleichsweise sicher fühlen, blickt die Generation Z mit der größten Sorge in die Zukunft. Diese Kluft könnte sich vertiefen, wenn Unternehmen Skills-Lücken eher durch Automatisierung als durch Ausbildung schließen wollen.
Gleichzeitig explodiert die Nachfrage nach KI-Kompetenzen. Stellenausschreibungen, die Fähigkeiten im Umgang mit „KI-Agenten“ verlangen, sind um sagenhafte 1.587 Prozent gestiegen. Es entsteht ein Paradox: Während die Angst vor dem Jobverlust wächst, herrscht ein riesiger Bedarf an neuen, KI-zentrierten Qualifikationen. Fast die Hälfte der Beschäftigten gibt zwar an, dass KI ihre eigene Produktivität bereits steigert – die Unsicherheit über die langfristige Rolle bleibt.
Zwischen Produktivitätsschub und Personalabbau
Die Situation spiegelt einen klassischen technologischen Übergang wider. Einige Studien malen ein düsteres Bild und prognostizieren den Wegfall von bis zu acht Millionen Jobs. Andere Analysen betonen, dass KI viele Berufe eher verändern als ersetzen wird. Der Nettoeffekt auf den Arbeitsmarkt hängt davon ab, wie sich Jobverluste, Produktivitätsgewinne und die Schaffung neuer Tätigkeiten die Waage halten.
Ein ermutigendes Zeichen ist, dass viele Unternehmen auf Umschulung und Weiterbildung setzen, wie Daten der US-Notenbank Fed zeigen. Der Kostendruck bleibt jedoch ein starker Treiber für Automatisierung. Prognosen aus dem Spätjahr 2025 sagen voraus, dass große britische Konzerne bis Ende 2026 eine beträchtliche Zahl an „KI-Agenten“ beschäftigen wollen – und eine Mehrheit der Manager signalisierte, dabei auch Personal abzubauen.
Politik und Wirtschaft sind zum Handeln aufgefordert
Die kommenden Jahre werden entscheidend sein. Experten fordern proaktive Maßnahmen von Wirtschaft und Politik. Der Fokus muss auf der Weiterqualifizierung der bestehenden Belegschaft liegen, um den Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden. Die Unternehmen sind in der Pflicht, ihre Mitarbeiter mit den nötigen Ressourcen zu unterstützen.
Die Politik muss robuste Rahmenbedingungen schaffen, die Arbeitnehmer durch diesen Wandel tragen. Dazu gehören Investitionen in die Erwachsenenbildung und flexible Beschäftigungssysteme. Ob der KI-Aufschwung zu massiver Verdrängung oder einer neuen Ära der Produktivität führt, hängt maßgeblich davon ab, wie gut die Anpassung von Arbeitnehmern und die strategische Investition in Qualifikationen gelingt.
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