ROUNDUP, KI-Nachfrage

KI-Nachfrage treibt Oracle an - Marge gesunken

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 18:36 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

AUSTIN - Der US-Software- und Datencenter-Konzern Oracle US68389X1054 hat im ersten GeschÀftsquartal krÀftig von der Nachfrage nach KI-Infrastruktur profitiert.

(neu: Details zu Bruttomarge, Kurse aktualisiert)

AUSTIN (dpa-AFX) - Der US-Software- und Datencenter-Konzern Oracle US68389X1054 hat im ersten GeschÀftsquartal krÀftig von der Nachfrage nach KI-Infrastruktur profitiert. Die UmsÀtze mit Cloud-Infrastruktur - das sind vor allem KI-Rechenzentren - wurden in den drei Monaten bis Ende August mit 7,4 Milliarden US-Dollar (6,4 Mrd Euro) im Jahresvergleich mehr als verdoppelt, wie der SAP DE0007164600-Rivale am Donnerstag nach US-Börsenschluss in Austin (Texas) mitteilte. Damit schnitt das Unternehmen besser ab als von Analysten erwartet.

Dagegen musste das Unternehmen bei der Marge einen DĂ€mpfer hinnehmen. Die Bruttomarge ging im Vergleich zum Vorquartal deutlich von 66,3 auf 61 Prozent zurĂŒck.

Am Aktienmarkt hatte das Papier zunĂ€chst RĂŒckenwind und legte im frĂŒhen Handel am Freitag um mehr als acht Prozent zu. Jedoch konnte die Aktie die Gewinne nicht halten und rutschte ins Minus. Zuletzt pendelten sie um ihren Vortagesschluss. Im laufenden Jahr stehen im Haupthandel bisher gut ein FĂŒnftel an Kurseinbußen zu Buche.

Die Cloud-Infrastruktur habe die Erwartungen ĂŒbertroffen, schrieb Analyst Brent Thill von der US-Investmentbank Jefferies. Bei den wĂ€hrungsbereinigten Softwareerlösen aus der Cloud habe es hingegen etwas mauer ausgesehen als gedacht. Trotz hoher Investitionsausgaben fĂŒr den KI-Ausbau fiel die Entwicklung der freien Finanzmittel (Free Cashflow) besser aus als befĂŒrchtet, schrieb Barclays-Experte Raimo Lenschow.

Oracle ist traditionell ein Anbieter von Datenbank-Software und Apps zur Unternehmenssteuerung. Hier konkurrieren die Amerikaner mit dem Dax DE0008469008-Schwergewicht SAP aus Walldorf. Im Hype um KĂŒnstliche Intelligenz verlagerte der von MilliardĂ€r Larry Ellison gegrĂŒndete US-Konzern sein GeschĂ€ft in den vergangenen Jahren mehr und mehr auf Rechenzentren fĂŒr Anwendungen im Netz. WĂ€hrend die Investitionsvorhaben und das Abschneiden bei KI-AuftrĂ€gen die Aktienentwicklung von Oracle maßgeblich beeinflussen, haben die Walldorfer von SAP in diesem IT-Bereich kein nennenswertes GeschĂ€ft. Die SAP-Aktie fiel vor dem Wochenende im Xetra-Handel um 0,3 Prozent.

Oracle stellte nach eigenen Angaben im Quartal zusĂ€tzliche RechenzentrumskapazitĂ€ten im Umfang von 850 Megawatt bereit. Nimmt man Software-Abos und Cloud-Infrastruktur zusammen, kam Oracle auf ein Umsatzplus von 62 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar. Die UmsĂ€tze mit vor Ort installierter Lizenz-Software waren leicht rĂŒcklĂ€ufig, weil die Kunden ihre Anwendungen weiter in die Cloud verlagerten.

Der Gesamtumsatz stieg um 30 Prozent auf 19,3 Milliarden Dollar. Oracle hatte zuvor ein Erlösplus von insgesamt 27 bis 29 Prozent in Aussicht gestellt. Unterm Strich verdiente Oracle mit knapp 4,8 Milliarden Dollar 63 Prozent mehr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie fiel deutlich besser aus als von Analysten zuvor erwartet.

FĂŒr das zweite GeschĂ€ftsquartal kĂŒndigte der Konzern ein Umsatzplus von 30 bis 34 Prozent an. Das gesamte Cloud-GeschĂ€ft soll um 65 bis 71 Prozent zulegen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie will Oracle um 21 bis 25 Prozent verbessern. Im gesamten Jahr soll der Umsatz nun "mindestens" 90 Milliarden Dollar betragen. Bislang hatte das Unternehmen 90 Milliarden in Aussicht gestellt.

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