KLA-Tencor Aktie: Micron 300 Prozent Umsatzsprung beflügelt Sektor
25.06.2026 - 15:18:25 | boerse-global.de
Die KLA-Aktie legte am Donnerstag kräftig zu. Der Kurs stieg um 6,13 Prozent auf 223,40 Euro. Damit erholt sich der Titel von einem heftigen Rutsch am Mittwoch, als es um neun Prozent nach unten ging. Ein Ausverkauf im gesamten Technologiesektor hatte die Aktie mitgerissen.
Doch die Erholung hat ein klares Fundament. Sie kommt von Micron.
Microns Rekord gibt den Takt vor
Der Chip-Hersteller Micron Technology hat am Mittwoch seine Zahlen für das dritte Quartal 2026 vorgelegt. Der Umsatz stieg um 300 Prozent im Jahresvergleich. Grund ist die enorme Nachfrage nach Hochleistungsspeichern (HBM) für Künstliche Intelligenz.
Diese Nachricht beflügelt die gesamte Branche. Analysten sehen den Sektor der Chipausrüster in einem mehrjährigen Aufschwung, der bis 2028 reichen könnte. KLA profitiert direkt: Das Unternehmen liefert Prozesskontrollsysteme für die Halbleiterfertigung. Steigen die Investitionen der Chipkonzerne, steigt auch die Nachfrage bei KLA.
Der RSI liegt bei 23,5 Punkten. Das ist ein klares Zeichen: Die Aktie war nach dem Ausverkauf am Mittwoch technisch überverkauft. Die Volatilität bleibt mit annualisiert 275 Prozent hoch. Kein Wunder in einem Sektor, der extrem sensibel auf KI-Investitionsnachrichten reagiert.
Der Ausblick stimmt optimistisch
Das Management von KLA sieht dem laufenden Jahr zuversichtlich entgegen. Finanzvorstand Brent Higgins rechnet für 2026 mit einem Wachstum des Wafer-Fab-Equipment-Marktes von rund 20 Prozent.
Ein entscheidender Treiber ist das Advanced-Packaging-Geschäft. KLA erwartet hier einen Umsatzsprung von 635 Millionen Dollar im Vorjahr auf eine Milliarde Dollar in diesem Jahr. Dahinter steckt der Umstieg auf HBM4 — die nächste Speichergeneration für KI-Prozessoren.
Die 30-Tage-Veränderung des Kurses liegt bei minus 87 Prozent. Dieser Wert täuscht allerdings: Er beruht auf einem Aktiensplit im Verhältnis 10:1, der im Juni 2026 wirksam wurde. Die Aktienanzahl stieg auf fünf Milliarden Stück. Die reale Marktkapitalisierung hat sich durch den Split nicht verändert.
Die Analysten haben ihre Kursziele an die neue Aktienstruktur angepasst. Bank of America Securities bleibt bei „Buy" und erhöhte das Ziel auf umgerechnet rund 320 Dollar. Wells Fargo zog mit einem Ziel von 305 Dollar nach — zuvor waren es splittbereinigt 210 Dollar. Bernstein blieb bei „Buy" und nannte 197,50 Dollar als Ziel.
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