Klarna, Aktie

Klarna Aktie: Wachstum trifft Kreditrisiko

27.03.2026 - 18:00:31 | boerse-global.de

Klarna verzeichnet starkes Wachstum bei längerfristigen Krediten, was zu deutlich höheren Kreditausfallrückstellungen führt. Die Aktie notiert auf einem Jahrestief.

Klarna Aktie: Wachstum trifft Kreditrisiko - Foto: über boerse-global.de
Klarna Aktie: Wachstum trifft Kreditrisiko - Foto: über boerse-global.de

Klarna wächst rasant – doch das Geschäftsmodell wandelt sich grundlegend. Der schwedische Finanzdienstleister verschiebt seinen Fokus von kurzfristigen „Buy Now, Pay Later"-Produkten hin zu längerfristigen, zinsbehafteten Krediten. Das bringt mehr Volumen, aber auch höhere Risiken.

Das „Fair Financing"-Segment unter der Lupe

Im vierten Quartal 2025 legte das Bruttotransaktionsvolumen im Segment „Fair Financing" um 165 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar zu. Dieser Sprung verdeutlicht, wie konsequent Klarna den Umbau zur Digitalbank vorantreibt.

Mit diesem Wachstum steigen jedoch auch die Kreditausfallrückstellungen. Im gleichen Quartal kletterten sie um 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2024 beliefen sich die Kreditverluste auf 5,4 Milliarden Schwedische Kronen – ein Plus von 35 Prozent. CFO Niclas Neglén räumte ein, dass längerfristige Kredite naturgemäß ein höheres Verlustpotenzial tragen als die klassischen 40-Tage-BNPL-Zyklen.

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Um das Risikomodell zu veranschaulichen, veröffentlichte Klarna eine Modellrechnung: Ein hypothetisches Kreditportfolio von einer Milliarde Dollar würde nach einer erwarteten Verlustrate von vier Prozent noch 60 Millionen Dollar Gewinn abwerfen.

Netzwerk wächst, Urteil steht bevor

Auf der Wachstumsseite kann Klarna Zahlen vorweisen, die sich sehen lassen. Das Händlernetzwerk überschritt die Marke von einer Million Partner weltweit – darunter Uber, Nike und Airbnb. Die täglichen App-Nutzer stiegen im Februar 2026 auf neun Millionen, ein Anstieg von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Klarna Card kommt mittlerweile auf fünf Millionen Nutzer in 16 Ländern.

Seit dem Börsengang an der New Yorker Börse bleibt die Aktie volatil. Aktuell notiert sie auf einem neuen 52-Wochen-Tief und hat seit Jahresbeginn mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren. Ein wichtiger Faktor für die weitere Kursentwicklung dürfte das Urteil im Kartellrechtsstreit der Klarna-Tochter PriceRunner gegen Google sein. Klarna fordert rund 8,3 Milliarden Dollar Schadensersatz – eine Entscheidung wird im April 2026 erwartet.

Für 2024 wies Klarna erstmals einen Jahresnettogewinn aus: 21 Millionen Dollar. Die eigentliche Frage für Investoren ist, ob das Umsatzwachstum von 25 Prozent die steigenden Rückstellungen in einem anhaltend hochzinsigen Umfeld dauerhaft überkompensieren kann.

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