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EQS-News: Klima- und wirtschaftspolitisch fatal: auto-schweiz kritisiert Verzicht auf Flexibilisierung der CO2-Emissionsvorschriften scharf (deutsch)

30.01.2026 - 10:08:41

Klima- und wirtschaftspolitisch fatal: auto-schweiz kritisiert Verzicht auf Flexibilisierung der CO2-Emissionsvorschriften scharf auto-schweiz / Schlagwort(e): Sonstiges Klima- und wirtschaftspolitisch fatal: auto-schweiz kritisiert Verzicht auf Flexibilisierung der CO2-Emissionsvorschriften scharf 30.01.2026 / 10:08 CET/CEST --------------------------------------------------------------------------- Bern, 30.

Klima- und wirtschaftspolitisch fatal: auto-schweiz kritisiert Verzicht auf Flexibilisierung der CO2-Emissionsvorschriften scharf


auto-schweiz / Schlagwort(e): Sonstiges
Klima- und wirtschaftspolitisch fatal: auto-schweiz kritisiert Verzicht auf
Flexibilisierung der CO2-Emissionsvorschriften scharf



30.01.2026 / 10:08 CET/CEST



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Bern, 30. Januar 2026



auto-schweiz, die Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure, nimmt mit
grosser Verwunderung zur Kenntnis, dass die enormen Transformationslasten
ihrer Mitgliederunternehmen und der KMU-Vertriebspartner im Handel bei der
Kommission fĂŒr Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK-N) kein Gehör fanden.
Zu den direkten CO2-Sanktionskosten, die der Bund auf 125 Millionen Franken
schÀtzt, kommen noch sogenannte Vermeidungskosten in mindestens gleicher
Höhe hinzu. Die volkswirtschaftlichen SchÀden durch den Schweizer Sonderweg
sind immens und gefĂ€hrden die WettbewerbsfĂ€higkeit und zukĂŒnftige
Investitionen. Mit dem Abrutschen auf den 13. Platz in Europa beim Hochlauf
der ElektromobilitÀt und dem Àltesten Fahrzeugbestand der Schweizer
Geschichte rĂŒcken die Klimaziele durch diesen Sonderweg in weite Ferne.



Am Dienstag hat die Kommission fĂŒr Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK-N)
ihre Initiative zur Flexibilisierung der CO2-Emissionsvorschriften fĂŒr die
Jahre 2025 bis 2027 ( 25.481) zurĂŒckgezogen. Damit verzichtet sie darauf,
das CO2-Gesetz im Gleichschritt mit der EuropÀischen Union (EU) anzupassen.
Die EU hat den Herstellern eine dreijĂ€hrige Übergangsfrist zur Erreichung
der CO2-Ziele ermöglicht, ohne dabei die Zielwerte in Frage zu stellen.



«Die knappe Mehrheit in der Kommission nimmt in vollem Bewusstsein
wirtschaftliche Verwerfungen in der Schweizer Autowirtschaft in Kauf und
gefÀhrdet damit ArbeitsplÀtze, Lehrstellen und Investitionen. Eine solche
realitÀtsferne Politik ist gerade auch angesichts der angespannten
Konjunkturlage und der schwierigen wirtschaftlichen Lage der Schweizer
Autobranche verantwortungslos», fĂŒhrt VerbandsprĂ€sident Peter GrĂŒnenfelder
aus.



Thomas RĂŒcker, Direktor auto-schweiz, kritisiert: «Wir standen voll hinter
den Zielen dieser Kommissionsinitiative und sind masslos enttÀuscht, dass
die teilweise existentiellen Sorgen der Importunternehmen und vor allem
ihrer Handelspartner kein Gehör bei der Kommission fanden. Die EinschÀtzung
der Kommission, Sanktionszahlungen von rund 125 Millionen Franken seien
«verkraftbar», verkennt die wirtschaftliche RealitÀt der Schweizer
Automobilwirtschaft und deren finanzielle Sorgen aufgrund des tiefen
Gesamtmarkts sowie der regulierungsbedingt unzureichenden Nachfrage nach
Steckerfahrzeugen.



Der Neuwagenmarkt befindet sich, Pandemieeffekte ausgenommen, auf dem
tiefsten Stand seit ĂŒber 25 Jahren, die Margen stehen unter erheblichem
Druck, und zahlreiche Betriebe sehen sich mit sinkenden Volumen und
steigenden Kosten konfrontiert. Sanktionen in dieser Grössenordnung
entziehen der Branche dringend benötigte Mittel fĂŒr Investitionen,
Innovationen und den Erhalt von ArbeitsplÀtzen. Entgegen der Darstellung in
der Medienmitteilung der Kommission betrifft dieser Entscheid keineswegs nur
Grossimporteure, sondern belastet auch Garagisten und KMU in der ganzen
Schweiz sowie AutokÀufer.



Die Branche hat im vergangenen Jahr alles unternommen, um die
CO2-Emissionsziele einzuhalten. RĂŒcker sagt: «Die dadurch entstandenen
sogenannten Vermeidungskosten sind ausserordentlich hoch und ĂŒbersteigen die
direkten Sanktionskosten.» Zu den Vermeidungskosten zÀhlen beispielsweise:
Senkung der Werbeaufwendungen, Abwertung von bewusst breit verfĂŒgbar
gehaltenen Demonstrationsfahrzeugen, die ĂŒberproportionale Abwertung von
Occasionsfahrzeugen aufgrund schwacher Nachfrage sowie die hohen
LagerbestĂ€nde von Steckerfahrzeugen und Ausgaben fĂŒr den Emissionshandel.
Der Verband rechnet bei seinen Mitgliedsunternehmen, die rund 95 Prozent des
Schweizer Importmarkts abdecken, und den Partnern im Handel mit zusÀtzlichen
Sparmassnahmen zur Senkung der Betriebskosten und einer weiteren AusdĂŒnnung
des HĂ€ndlernetzes.



WÀhrend die Schweiz stur an ihrem rigiden Sanktionsregime festhÀlt und
dadurch die inlÀndische Autoimportwirtschaft jÀhrlich mit Sanktionen
belastet, wird im Rest Europas versucht, Sanktionsfolgen zu vermeiden.
ZusĂ€tzlich wird dort die stark belastete Autowirtschaft unterstĂŒtzt, um
Nachfrage sowie WettbewerbsfÀhigkeit zu stÀrken. In der Schweiz wurde
bereits in den vergangenen Monaten zusĂ€tzlich belastend eine rĂŒckwirkend und
unterjÀhrig angepasste CO-Regelungen und ab dem 1. Januar 2024 die
4prozentige Automobilsteuer auf Elektrofahrzeuge eingefĂŒhrt. Durch die
weitere Erosion der Rahmenbedingungen rĂŒcken die Klimaziele durch diesen
Sonderweg in weite Ferne. Mittlerweile ist die Schweiz auf den 13. Platz in
Europa beim Hochlauf der ElektromobilitÀt abgerutscht und weist den Àltesten
Fahrzeugbestand der Schweizer Geschichte aus.



Um diese wirtschaftlichen und ökologischen Verwerfungen abzumildern, bedarf
es nun dringend eines Verzichts auf die 4prozentige Automobilsteuer und eine
marktrealistischere Rahmenordnung. auto-schweiz wird ihre BemĂŒhungen
zugunsten besserer Rahmenbedingungen auch nach dem abschlÀgigen Entscheid
der UREK-N fortsetzen.



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