Klingbeil nimmt SteuerplĂ€ne fĂŒr Vereine zurĂŒck
Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 15:27 Uhr | dpa.deDer entsprechende Passus werde aus dem Gesetz gestrichen, sagte der SPD-Chef der Deutschen Presse-Agentur. Es sei ihm dabei nie um kleine Vereine gegangen, sondern um Wirtschaftsvereine und VerbĂ€nde. "Durch die öffentliche Debatte der letzten Tage ist allerdings der Eindruck entstanden, wir wĂŒrden es den Tausenden Ehrenamtlichen in unseren Vereinen schwer machen wollen", sagte Klingbeil. Die Kritik nehme er ernst und streiche die entsprechenden Formulierungen aus dem Entwurf.
UrsprĂŒnglich wollte Klingbeil, dass fĂŒr steuerpflichtige Vereine statt eines Freibetrags von 5.000 Euro eine Freigrenze von 1.000 Euro gilt. Einkommen bis 1.000 Euro wĂ€ren damit steuerfrei geblieben, sobald höhere Gewinne erzielt worden wĂ€ren, wĂ€re das gesamte Einkommen steuerpflichtig gewesen. GemeinnĂŒtzige Vereine, also kleine Sportvereine, Musikvereine, Umwelt- und Tierschutzvereine, Wohlfahrts-, Feuerwehr- und Heimatvereine, wĂ€ren nicht betroffen gewesen. Sie sind mit der Anerkennung der GemeinnĂŒtzigkeit von fast allen Steuerarten befreit.
Klingbeil: Bei Entlastungen halten wir Wort
Heftige Kritik hatte es auch an der geplanten Einkommensteuerreform gegeben: Unionspolitiker hatten Klingbeil vorgeworfen, die BĂŒrger weniger zu entlasten als versprochen. Dem widerspricht der SPD-Minister klar: "Den Beschluss des Koalitionsausschusses setzen wir damit 1:1 um", sagte er. Im Jahr 2028 werde die versprochene Entlastung in Höhe von zehn Milliarden Euro erreicht. Zugleich betonte Klingbeil: "Es ist kein Geheimnis, dass ich deutlich weitergehende VorschlĂ€ge gemacht habe." Wichtig sei aber, dass die Reform nun zĂŒgig umgesetzt werde.
