Klingbeil verteidigt Haushalt: VerÀnderung muss gerecht sein
Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 11:52 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie Koalition habe schmerzhafte Kompromisse machen und bei Finanzhilfen und Subventionen kĂŒrzen mĂŒssen, sagte der SPD-Chef im Bundestag. Nur so entstĂŒnden aber die SpielrĂ€ume, in die Zukunft investieren zu können. Dass die Investitionspolitik und die Reformen der Bundesregierung wirkten, zeige sich an der wieder stĂ€rker wachsenden Wirtschaft.
"Die Welt wird ruckelig bleiben. Das wird sich in den kommenden Jahren nicht Ă€ndern. Aber ich möchte, dass wir uns als Land davon ein StĂŒck weit freier machen", sagte Klingbeil. "Meine Vision ist ein Deutschland der Zukunft, das souverĂ€n und krisenfest ist, ein starkes Land, das innovativ und dabei auch sozial ist."
Zwischen Investitionen und neuen Schulden
Jede VerĂ€nderung mĂŒsse dabei gerecht sein. Sie dĂŒrfe nicht dazu fĂŒhren, dass immer die gleichen das GefĂŒhl hĂ€tten, zurĂŒckzubleiben. Es werde deshalb bei denen entlastet, die das am dringendsten brauchten: Familien und Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen.
Klingbeil verteidigte auch die erneut hohen Kredite fĂŒr die Verteidigung. "Ohne neue Schulden sich zu verteidigen, das ist wie ohne Rakete zum Mond fliegen", sagte er. Wenn so viele neue Schulden gemacht wĂŒrden, mĂŒsse das aber auch nutzen - ArbeitsplĂ€tze und Innovationen mĂŒssten in Deutschland entstehen.
Der Haushalt 2027 sieht Ausgaben von 555,4 Milliarden Euro vor - etwas mehr als in diesem Jahr. Allein im Kernhaushalt sollen dafĂŒr Schulden von 118,7 Milliarden Euro gemacht werden. Dazu kommen neue Kredite aus den Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur und KlimaneutralitĂ€t sowie fĂŒr die Bundeswehr. Insgesamt soll die Neuverschuldung 2027 damit bei gut 200 Milliarden Euro liegen.
