Erdbeben, Kolumbien

Nach Erdbeben: Kolumbien bittet Trump um Aussetzung der Zölle

Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 21:44 Uhr | dpa.de

Kolumbiens PrÀsident Abelardo de la Espriella hat angesichts der enormen ErdbebenschÀden in seinem Land bei US-PrÀsident Donald Trump um eine Aussetzung der Zölle gebeten.

Dies teilte der neue kolumbianische Staatschef am Samstagabend (Ortszeit) auf der Plattform X mit. Von Trump gibt es bislang keine öffentliche Reaktion dazu.

De la Espriella berichtete von einem zehnminĂŒtigen Telefonat mit seinem Amtskollegen, der ihn im Wahlkampf unterstĂŒtzt hatte. Bei dem GesprĂ€ch habe er Trump gebeten, eine "vorĂŒbergehende Aussetzung der hohen Zölle zu erwĂ€gen, die kolumbianische Produkte betreffen". Dadurch solle kolumbianischen Unternehmern Erleichterung verschafft werden, die aufgrund des Erdbebens "sehr schwierige Zeiten" durchlebten.

Erst im Juli hatten die USA die ZollgebĂŒhren auf kolumbianische Waren (mit Ausnahmen) von 10 auf 12,5 Prozent erhöht. Das sĂŒdamerikanische Land war am Montag von einem der schwersten Erdbeben der vergangenen Jahrzehnte heimgesucht worden, das fast 300 Todesopfer forderte.

Soforthilfen der USA

Die Trump-Regierung hatte Hilfen fĂŒr Kolumbien in Höhe von 26,5 Millionen US-Dollar (rund 22,9 Millionen Euro) angekĂŒndigt. Die USA unterstĂŒtzen mit Rettungsteams, aber auch mit Lebensmitteln, NotunterkĂŒnften und medizinischen HilfsgĂŒtern. De la Espriella dankte Trump fĂŒr die "SolidaritĂ€t und UnterstĂŒtzung" der USA.

Vor wenigen Tagen trat Kolumbien Trumps Anti-Drogen-BĂŒndnis "The Shield of the Americas" bei. Dabei vereinbarten Kolumbien und die USA laut US-Verteidigungsminister Pete Hegseth auch gemeinsame militĂ€rische Operationen gegen die Drogenkartelle.

de | boerse | 69956094 |