Kraken Robotics Aktie: 24. Juni beschließt Omnibus-Plan
26.06.2026 - 20:50:02 | boerse-global.de
Die Hauptversammlung von Kraken Robotics ist durch. Die Aktionäre des kanadischen Unternehmens für maritime Robotertechnik haben am 24. Juni alle Tagesordnungspunkte gebilligt. Dazu gehören ein neues Vergütungssystem für Führungskräfte und die Wiederbestellung der Wirtschaftsprüfer.
An der Versammlung nahmen knapp 133,6 Millionen Aktien teil. Das entspricht rund 43,5 Prozent aller ausgegebenen Stimmrechte. Sieben Kandidaten wurden in den Verwaltungsrat gewählt.
Neues Anreizsystem
Die Zustimmung zum sogenannten „Omnibus Incentive Plan" ist der zentrale Beschluss. Das Modell ist ein rollierendes Aktienvergütungsprogramm. Es reserviert bis zu zehn Prozent der ausgegebenen Aktien für Optionen und andere Beteiligungsinstrumente.
Konkret können künftig Aktienoptionen, gesperrte Aktieneinheiten (RSUs), Performance-Aktien (PSUs) und aufgeschobene Aktieneinheiten (DSUs) ausgegeben werden. Die endgültige Freigabe durch die Börsenaufsicht TSX Venture Exchange steht noch aus. Solche Pläne sollen die Interessen von Management und Belegschaft mit denen der Aktionäre gleichschalten – ein Standardinstrument in wettbewerbsintensiven Technologiebereichen.
Bilanz und Akquisition
Die Hauptversammlung ist nur ein Teil der aktuellen Unternehmensgeschichte. Im April hatte Kraken die Quartalszahlen vorgelegt. Der konsolidierte Umsatz stieg im Jahresvergleich um 35 Prozent auf 21,7 Millionen Dollar. Besonders das Produktgeschäft zog an: plus 50 Prozent, getrieben von Unterwasserbatterien und Sonar-Systemen.
Parallel läuft die Übernahme von Covelya Group. Die regulatorischen Freigaben liegen vor, der Abschluss wird für Juli erwartet. Kraken will sich damit breiter in der globalen Unterwassertechnik aufstellen.
Kurs im Sinkflug
Die operative Entwicklung zeigt nach oben. Der Aktienkurs tut das Gegenteil. Aktuell notiert die Aktie bei 4,05 Euro, ein Minus von vier Prozent am heutigen Freitag. Auf Sieben-Tages-Sicht summiert sich der Verlust auf knapp 14 Prozent. Seit dem März-Hoch bei 6,79 Euro liegt der Kurs rund 40 Prozent tiefer.
Der RSI steht bei 38 Punkten – das spricht für eine technische Schwäche, aber noch nicht für eine klassische Überverkauft-Situation. Über zwölf Monate bleibt dagegen ein kräftiges Plus von 120 Prozent. Der Höhenflug des Vorjahres verpufft zusehends.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Covelya-Akquisition neuen Schwung bringt. Und ob der Aktienkurs das Vertrauen der Anleger in die operative Geschichte zurückgewinnt.
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