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Kraken Robotics Aktie: 615-Millionen-Übernahme belastet

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 03:28 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Kraken Robotics steht nach der Covelya-Übernahme vor technischen und finanziellen Herausforderungen. Der Aktienkurs fiel deutlich, während neue Umsatzziele gesetzt wurden.

Kraken Robotics: Bewährungsprobe nach Milliarden-Übernahme
Kraken - Eine abstrakte, atmosphärische Szene, die eine herausfordernde Übernahme im Robotiksektor mit angespannter und unsicherer Stimmung darstellt. 09.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der kanadische Unterwassertechnik-Spezialist Kraken Robotics steht vor einer Bewährungsprobe. Direkt nach der 615-Millionen-Dollar-Übernahme der Covelya Group muss das Unternehmen nun liefern – technisch wie finanziell.

Die Integration läuft auf Hochtouren. Covelya bringt Kompetenzen in Sonar, Navigation, Kommunikation und Datenanalyse mit. Kraken deckt damit die gesamte Wertschöpfungskette ab: von der Sensorik bis zur Auswertung. Die Kunden kommen aus Verteidigung, Offshore-Energie und Meeresforschung.

Unterwasser-System überzeugt

Ein wichtiges Signal kam aus Istanbul. Dort demonstrierte Kraken sein KATFISH-Schleppsonar – und das komplett autonom. Ein unbemanntes Oberflächenfahrzeug setzte das System aus und barg es wieder. Die Auflösung: drei mal drei Zentimeter bei zehn Knoten Geschwindigkeit. Die polnische Marine hat die Technologie bereits bestellt.

Neue Finanzziele, schwächelnder Kurs

Für 2026 erwartet Kraken nun einen Umsatz zwischen 290 und 320 Millionen Dollar. Die Prognose berücksichtigt den Covelya-Zukauf. Anleger verfolgen die Integration genau – der Aktienkurs gibt ihnen derzeit wenig Grund zur Freude.

Die Aktie notierte zuletzt bei 3,75 Euro. Das sind 15 Prozent weniger als vor einem Monat und 45 Prozent unter dem März-Hoch von 6,79 Euro. Der RSI liegt bei 36,7 Punkten – die Aktie nähert sich dem überverkauften Bereich. Positiv: Gemessen am Zwölfmonatstief von 2,08 Euro steht das Papier immer noch 80 Prozent höher.

Konsolidierung im Sektor

Kraken ist kein Einzelfall. Die Branche konsolidiert sich – jüngst mit der Exail-Übernahme und milliardenschweren Zusammenschlüssen im Unterwasser-Verteidigungssektor. Regierungen und Energiekonzerne investieren massiv in autonome maritime Systeme.

Kraken sitzt mit seinem erweiterten Auftragsbuch in einer starken Position. Die Kunst wird sein, die Covelya-Integration sauber über die Bühne zu bringen. Parallel zur operativen Expansion muss das Management die Vertrauensfrage am Kapitalmarkt beantworten.

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