Kranken- und RentenbeitrĂ€ge steigen fĂŒr Gutverdiener
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 12:40 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAb einem Verdienst von 8.450 Euro brutto steigt auch der Beitrag fĂŒr die Rentenversicherung. Das Bundeskabinett hat in Berlin eine entsprechende Verordnung des zustĂ€ndigen Bundessozialministeriums beschlossen. Der Bundesrat muss der jĂ€hrlichen Anpassung noch zustimmen, was als Formsache gilt. Eine Zustimmung im Bundestag ist nicht nötig.
Die sogenannten Beitragsbemessungsgrenzen werden jedes Jahr entlang der Lohnentwicklung im vergangenen Jahr fortgeschrieben. Sie definieren, bis zu welcher Grenze des Monatsgehalts BeitrĂ€ge fĂ€llig werden, vom darĂŒber liegenden Gehalt werden dann keine BeitrĂ€ge mehr abgezogen.
Ausrichtung an Lohnanstieg im vergangenen Jahr
In der Krankenversicherung steigt die Grenze von aktuell 5.812,50 auf 6.375 Euro, bei der Rente von heute 8.450 auf 8.850 Euro. Wer also mehr als 5.812,50 Euro brutto verdient, zahlt kĂŒnftig mehr fĂŒr die Krankenkasse, wer mehr als 8.450 Euro brutto hat, auch mehr fĂŒr die Rente.
Das Ministerium verweist auf die gesetzliche Pflicht, die Werte fortzuschreiben. 2025 legten die Bruttolöhne demnach um 4,38 Prozent zu. So werde sichergestellt, dass sich die Versicherten entsprechend der Lohnentwicklung an der Finanzierung der Sozialversicherung beteiligten, da auch Leistungen, wie die Rente jĂ€hrlich insbesondere mit der Lohnentwicklung angepasst wĂŒrden.
Beim Wert fĂŒr die Krankenversicherung ist dieses Mal allerdings eine zusĂ€tzliche Anhebung um 300 Euro enthalten, die auf das vor dem Sommer in der Koalition vereinbarte Gesundheitssparpaket zurĂŒckgeht. Dieses soll die Krankenkassen wegen stĂ€ndig steigender Gesundheitsausgaben entlasten.
