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Kratos Defense Aktie: 100.000 Quadratmeter für Valkyrie-Produktion

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 12:53 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Kratos Defense erweitert seine Drohnenfertigung in Oklahoma. Trotz hoher Nachfrage und Analystenoptimismus notiert die Aktie deutlich unter ihrem Jahreshoch.

Kratos Defense baut Produktion für Kampfdrohnen massiv aus
Kratos - Eine weitläufige, moderne Industrieanlage mit Fokus auf fortschrittliche Fertigung, in kühlen Blau- und Metalltönen. 08.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der US-Rüstungskonzern Kratos Defense reagiert auf die steigende Nachfrage nach unbemannten Kampfsystemen. Das Unternehmen erweitert seine Produktionsstätte in Oklahoma City um gut 100.000 Quadratmeter – gezielt für die Herstellung moderner Jet-Drohnen wie der XQ-58A Valkyrie.

Fabrikausbau für taktische Drohnen

Die zusätzlichen Kapazitäten sollen mehrere Schlüsselplattformen effizienter machen. Neben der Valkyrie profitieren die Ziel-Drohne Firejet und der Typ Mighty Hornet IV. Letzterer wird Berichten zufolge speziell für Verteidigungsanforderungen Taiwans positioniert.

Aktuell produziert Kratos rund 165 Hochleistungs-Jet-Drohnen pro Jahr. Steve Fendley, Präsident der Drohnensparte, betont die Bedeutung der Produktionsreife. Der Grund: Das US-Verteidigungsministerium und internationale Partner setzen zunehmend auf kollaborative Kampfflugzeuge (CCA) und autonome Systeme.

Kurs-Schwäche trotz hohem Interesse

Die Aktie notiert aktuell bei 44,18 Euro – ein marginales Plus von 0,33 Prozent. Der positive Wochenauftakt kann jedoch nicht über die jüngste Schwäche hinwegtäuschen. Seit Jahresbeginn verloren die Papiere rund 35 Prozent. Sie notieren 61 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 114 Euro.

Das Handelsvolumen lag zuletzt 21 Prozent unter dem 30-Tage-Durchschnitt. Kein Wunder: Viele Anleger warten offenbar ab.

Trotz des Kursdrucks bleibt das institutionelle Interesse hoch. Rund 76 Prozent der Aktien werden von Großanlegern gehalten. AllianceBernstein und Northern Trust stockten zuletzt auf. Auf der anderen Seite verkaufte Finanzchefin Deanna Lund Anfang Juli 5.000 Anteile – ein kleines Signal, aber beachtet.

Analysten optimistisch für zweite Jahreshälfte

Die Branchenkenner bleiben zuversichtlich. Wedbush nahm die Aktie kürzlich mit „Outperform" und einem Kursziel von 85 Dollar auf. Das Haus bezeichnet Kratos als Top-Wert unter den Mid-Caps – begründet mit dem Engagement in den Bereichen Hyperschalltechnologie und Mikroelektronik.

Die Zahlen des ersten Quartals untermauern diesen Optimismus. Der Umsatz stieg um 22,6 Prozent auf 371 Millionen Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,16 Dollar und übertraf die Analystenschätzungen. Der Auftragsbestand – gestärkt durch einen Space-Force-Vertrag – summiert sich auf rund 447 Millionen Dollar.

Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 100 Dollar, das Votum lautet „Moderate Buy". Ob die erweiterten Produktionskapazitäten in Oklahoma das Umsatzwachstum in der zweiten Jahreshälfte beschleunigen, bleibt die entscheidende Frage für Anleger.

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