Allianz: Cyberabwehr hilft - Hacker suchen leichtere Beute
24.09.2025 - 06:13:03Die Zahl der Cyberbanden hingegen nimmt nach wie vor zu, wie es im neuen Bericht des Unternehmensversicherers Allianz Commercial heiĂt. Doch anstelle gut geschĂŒtzter GroĂunternehmen zielen die TĂ€ter demnach mehr auf mittlere und kleine Firmen mit weniger guten Abwehrsystemen. AuĂerdem verlagern die Angreifer ihr kriminelles GeschĂ€ft zum Teil weg von den USA und Europa in andere Weltregionen wie Asien oder Lateinamerika.
Weniger CyberschÀden bei den Kunden, aber mehr Angreifer
Der Versicherer beruft sich dabei auf die firmeneigenen Daten: Die von den Kunden der Allianz-Tochter gemeldeten CyberschĂ€den waren demnach im ersten Halbjahr nur halb so hoch wie in den ersten sechs Monaten 2024. Sowohl die Zahl als auch Volumen der groĂen Angriffe mit jeweils mehr als einer Million Euro Schaden sind demnach krĂ€ftig gesunken. Absolute Zahlen nannte die Allianz nicht. "Unternehmen mit hohen UmsĂ€tzen, vielen personenbezogenen Daten und einer schwachen Informationssicherheit sind ideale Ziele fĂŒr Hacker", sagte Michael Daum, der Leiter der weltweiten Cyberschadenbearbeitung bei Allianz Commercial.
"Solche Ziele sind jedoch zunehmend schwerer zu finden, weshalb Angreifer nun vermehrt kleinere und weniger gut geschĂŒtzte Unternehmen ins Visier nehmen." Die Zahl der aktiven Ransomware-Gruppen, mit denen Daten verschlĂŒsselt werden können, um Lösegeld zu erpressen, könnte nach EinschĂ€tzung der Allianz Commercial-Cyberfachleute in jĂŒngster Zeit sogar um die HĂ€lfte gestiegen sein.
Attacken auf Umwegen
Ein hĂ€ufiges Ziel von Cyberangreifern war demnach im ersten Halbjahr die Industrie, mit einem Anteil von einem Drittel an den groĂen SchĂ€den. Doch auch wenn ein Unternehmen die eigenen Sicherheitsvorkehrungen stark verbessert, finden bösartige Hacker unter UmstĂ€nden auf Umwegen ein Einfallstor: ĂŒber die von Unternehmen genutzten IT-Dienstleister.

