Kritik in Brandenburgs CDU an Rentenplänen
Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 15:08 Uhr | dpa.deDer stellvertretende CDU-Fraktionschef Frank Bommert stellte sich hinter die Kritik der Ministerpräsidenten der ostdeutschen Länder. "Da bin ich vollkommen dabei", sagte Bommert der Deutschen Presse-Agentur. "Da sollte die Rente an die Lebensleistung angepasst werden."
Merz will Empfehlungen umsetzen
Die Rentenkommission hat empfohlen, die abschlagsfreie Frührente nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen. Sie ist als "Rente mit 63" bekannt, auch wenn der vorzeitige Renteneintritt faktisch heute erst ab 64,5 Jahren möglich ist. Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) hatten angekündigt, alle Empfehlungen der Expertenkommission vollständig umzusetzen.
Kritik von Ost-Regierungschefs
Die CDU-Ministerpräsidenten von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Michael Kretschmer, Sven Schulze und Mario Voigt, stellten sich am Donnerstag gegen die Abschaffung. Auch Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) wandte sich gegen die Pläne. "Wer sein Leben lang gearbeitet hat, muss im Alter auch finanziell abgesichert sein", sagte Woidke. Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Regierungschefin Manuela Schwesig hatte sich bereits im Juni entsprechend kritisch geäußert.
In Brandenburg ist der Anteil der Altersrente für besonders langjährige Versicherte gesunken. Er bleibt aber im Vergleich zu Deutschland insgesamt überdurchschnittlich hoch.
Im vergangenen Jahr entfielen 10.835 Rentenzugänge auf die Altersrente für besonders langjährige Versicherte - ein Anteil von 32,7 Prozent. Bundesweit waren es gut 28 Prozent. Das geht aus Daten und Zeitreihen der Deutschen Rentenversicherung zum Rentenzugang hervor.
Der Vergleich zu den Vorjahren in Brandenburg: 2024 waren 33,2 Prozent der neuen Altersrenten diese Renten für besonders langjährige Versicherte - also nach 45 Jahren ohne Abschläge. 2023 machte der Anteil 34,1 Prozent aus.
