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United Internet verdient mehr - Jahresprognose bestätigt

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 17:10 Uhr | dpa.de

(Kurse aktualisiert)MONTABAUR - United Internet DE0005089031 hat im ersten Halbjahr trotz Belastungen durch seine Mobilfunk-Tochter 1&1 DE0005545503 Erlös und Gewinn gesteigert.

(Kurse aktualisiert)

MONTABAUR (dpa-AFX) - United Internet DE0005089031 hat im ersten Halbjahr trotz Belastungen durch seine Mobilfunk-Tochter 1&1 DE0005545503 Erlös und Gewinn gesteigert. Das Unternehmen profitierte dabei von einer gestiegenen Kundenzahl. An seiner Prognose für 2026 hält das Management um Konzernchef und Großaktionär Ralph Dommermuth fest.

Für die im Mittelwerteindex MDax DE0008467416 gelisteten United-Internet-Aktien ging es am Nachmittag um knapp drei Prozent nach oben. Seit Jahresbeginn haben sie allerdings 15 Prozent verloren. Der im SDax DE0009653386 notierte Anteilschein der Telekommunikations-Tochter 1&1 legte zuletzt um fast sieben Prozent zu. Im bisherigen Jahresverlauf büßte die Aktie aber fast ein Fünftel ein.

Für Analyst Thomas Wissler von MWB Research hat United Internet solide Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Die zugrundeliegende Entwicklung sei jedoch uneinheitlich gewesen. Der Umsatz habe zwar die Prognosen übertroffen, sich jedoch wegen schwächer als erwartet ausgefallener Margen in einigen Geschäftsbereichen nicht vollständig in einem höheren Konzernergebnis niederschlagen können.

Der Umsatz von United Internet kletterte in den ersten sechs Monaten im Jahresvergleich um gut drei Prozent auf rund 3,1 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Montabaur mitteilte. Dies entsprach etwa den mittleren Erwartungen von Analysten. Die Zahl der Kundenverträge legte um 550.000 auf knapp 30,3 Millionen zu.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um gut fünf Prozent auf 676 Millionen Euro. Hier hatten Branchenexperten weniger auf dem Zettel. Unter dem Strich legte der auf die Aktionäre anfallende Gewinn auch dank geringerer Steueraufwendungen um fast 23 Prozent auf 126,5 Millionen Euro zu.

Die im SDax DE0009653386 gelistete Tochter 1&1 steigerte im ersten Halbjahr den Umsatz um 1,6 Prozent auf rund 2,3 Milliarden Euro und damit etwa so stark wie am Markt erwartet. Dabei lag der Service-Umsatz mit rund 1,8 Milliarden Euro gut ein Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Hier schlug sich auch nieder, dass das Unternehmen im Frühjahr die Vermarktung besonders günstiger Tarife eingestellt und bei höherpreisigen Tarifen das inkludierte Datenvolumen gesenkt hatte. In der Folge hatte 1&1 im ersten Halbjahr rund 150.000 Mobilfunkverträge verloren.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wuchs aber um gut fünf Prozent auf 383 Millionen Euro. Zurückzuführen ist dies auf einen deutlich niedrigeren Verlust im Segment Enterprises & Networks, in dem 1&1 Kosten für den Ausbau und Betrieb des Mobilfunk- und Glasfasernetzes verbucht. Analysten hatten hier im Mittel etwas mehr auf dem Zettel. Der Konzerngewinn von 1&1 sank wegen höherer Kosten um rund 60 Prozent auf 30,5 Millionen Euro.

United Internet hatte Ende 2025 sein Telekommunikationsgeschäft ganz in der Tochter 1&1 gebündelt. Dazu hat 1&1 in einem komplexen Deal die Glasfasersparte 1&1 Versatel von United Internet für etwa 1,3 Milliarden Euro übernommen.

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