Kuya, Silver

Kuya Silver: 30.559 Unzen im Q2

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 11:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kuya Silver steigert die Förderung in der Bethania-Mine um 66 Prozent und erzielt einen neuen Monatsrekord. Der Aktienkurs reagiert mit einem Plus von knapp 9,5 Prozent.

Kuya Silver: Produktionsrekord in Bethania-Mine treibt Aktie an
Rohsilbererz auf einer dunklen, texturierten Industrieoberfläche. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Bergbauunternehmen Kuya Silver verzeichnet einen deutlichen operativen Aufschwung in seinem Vorzeigeprojekt Bethania. Im zweiten Quartal 2026 gelang es dem Konzern, die Menge des geförderten Gesteins massiv zu steigern und einen neuen monatlichen Produktionsrekord aufzustellen. In einem volatilen Marktumfeld für Edelmetalle setzt das Unternehmen damit ein deutliches Zeichen für seine Wachstumsstrategie in der Region Junín.

Deutliche Produktionssteigerung in der Bethania-Mine

Wie das Medium Gestión berichtet, konnte Kuya Silver die im zweiten Quartal in der Mine Bethania geförderte Tonnage im Vergleich zum ersten Jahresviertel um 66 Prozent steigern. Insgesamt wurden 5.097 Tonnen Material extrahiert. Diese erhöhte Förderleistung schlug sich unmittelbar in den Produktionszahlen nieder: Das Unternehmen meldete für den Berichtszeitraum eine Ausbeute von 30.559 Unzen Silberäquivalent, wovon 23.912 Unzen auf reines Silber entfielen.

Besonders hervorzuheben ist dabei die Entwicklung zum Quartalsende. Der Juni entwickelte sich mit einer Produktion von 13.273 Unzen Silberäquivalent zum bisher stärksten Monat in der Unternehmensgeschichte. Parallel dazu trieb das Management den Ausbau der Mine voran. Im Rahmen der Untertage-Erschließung wurden im zweiten Quartal 437 Meter an neuen Stollen und Wegen fertiggestellt. Die Anleger reagierten positiv auf diese operativen Fortschritte: Der Aktienkurs von Kuya Silver legte heute um 9,49 Prozent zu und notiert bei 0,4845 Euro.

Ausbau der Infrastruktur und operative Meilensteine

Die ambitionierten Pläne von Kuya Silver sehen vor, die Kapazität des Betriebs schrittweise auf 350 Tonnen pro Tag zu erhöhen. Ein wesentlicher Baustein für dieses Vorhaben ist die Modernisierung der Fördertechnik. Laut Medienberichten ist die Installation eines neuen Doppel-Winden-Systems für Oktober 2026 geplant, was den Materialtransport aus der Tiefe effizienter gestalten soll. Trotz der geografischen Herausforderungen in den peruanischen Anden verlief der Betrieb zuletzt stabil. Ein Erdbeben der Stärke 5,5, das die Region am 19. Juli erschütterte, verursachte nach Unternehmensangaben keine Schäden an der Infrastruktur oder den untertägigen Anlagen.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeigt die Aktie (ISIN: CA50149R1073) eine starke Entwicklung. Der Wert konnte innerhalb der letzten 12 Monate um 52,84 Prozent zulegen. Dennoch notiert das Papier mit einem Abschlag von rund 39,29 Prozent noch deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 0,7980 Euro, das Anfang Januar 2026 markiert wurde.

Marktumfeld und Analystenprognosen

Die Fortschritte von Kuya Silver fallen in eine Phase hoher Preisdynamik am Silbermarkt. Während die Preise im zweiten Quartal zeitweise unter Druck gerieten und eine Korrektur erfuhren, blicken viele Experten optimistisch auf die kommenden Monate. Nitesh Shah vom Analysehaus WisdomTree sieht die jüngste Kurskorrektur als Marktbereinigung, die den Weg für eine nachhaltige Rallye in Richtung 70 US-Dollar pro Unze bis zum zweiten Quartal 2027 ebnen könnte. Als Treiber werden hierbei vor allem die industrielle Nachfrage aus dem Photovoltaik-Sektor sowie der Bedarf für KI-Rechenzentren angeführt.

Auch andere namhafte Institutionen teilen diese Einschätzung. Die Analysten der UBS haben ihre Kaufempfehlung für Silber zuletzt bekräftigt und prognostizieren einen Preis von 70 US-Dollar bis Dezember 2026, gefolgt von 75 US-Dollar im März 2027. Noch bullischere Szenarien entwerfen Goldman Sachs mit Kurszielen zwischen 85 und 100 US-Dollar sowie JP Morgan, die einen Zielwert von 81 US-Dollar pro Unze ausgeben. Für Produzenten wie Kuya Silver, die ihre Fördermengen aktuell skalieren, bietet dieses Umfeld bei stabiler Kostenstruktur erhebliches Potenzial für die kommenden Geschäftsjahre.

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