Kyndryl, Guidance

Kyndryl: 7,13-Prozent-Rutsch nach enttÀuschender Guidance

Veröffentlicht am: 05.06.2026 um 19:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kyndryl enttĂ€uscht mit verhaltenem Ausblick fĂŒr 2027, die Aktie bricht um ĂŒber sieben Prozent ein. Trotz stabiler UmsĂ€tze und gestiegener ProfitabilitĂ€t belasten die Prognosen den Kurs.

Kyndryl Aktie: PrognoseenttÀuschung löst Kurssturz aus
Ein roter Pfeil zeigt nach unten und durchbricht eine zerbrochene GlasflÀche, im Hintergrund ein Server-Rack. Illustration mit AI erstellt.

Kyndryl lieferte zum Abschluss des GeschÀftsjahres 2026 ein gemischtes Bild. WÀhrend die ProfitabilitÀt zulegte, enttÀuschte der Ausblick auf das kommende Jahr die Erwartungen sichtlich. Die Aktie rutschte im heutigen Handel um 7,13 Prozent ab.

Im abgelaufenen GeschĂ€ftsjahr hielt Kyndryl den Umsatz mit 15,1 Milliarden US-Dollar stabil. Das bereinigte EBITDA kletterte parallel dazu um sechs Prozent auf 2,7 Milliarden US-Dollar. Die Stabilisierung des GeschĂ€ftsmodells scheint FrĂŒchte zu tragen, auch wenn das Wachstumstemperament fehlt.

Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 198 Millionen US-Dollar stehen, was einem Ergebnis von 0,85 US-Dollar je Aktie entspricht. Das vierte Quartal schwÀchelte jedoch beim Umsatz.

Der Vorsteuergewinn im Schlussquartal verbesserte sich dennoch um zwölf Prozent. Parallel dazu investierte das Unternehmen 304 Millionen US-Dollar in den RĂŒckkauf von 11,6 Millionen eigenen Aktien. Das Management setzt verstĂ€rkt auf Shareholder Value, um das Vertrauen der Investoren zurĂŒckzugewinnen.

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Prognose bremst die Erwartungen

FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2027 rechnet der Vorstand mit einem bereinigten Vorsteuergewinn zwischen 600 und 700 Millionen US-Dollar. Der freie Cashflow soll bei bis zu 500 Millionen US-Dollar liegen. Die langfristigen Ziele bleiben ambitioniert, erfordern jedoch eine strikte Kostendisziplin.

Beim Umsatz droht wĂ€hrungsbereinigt allerdings ein RĂŒckgang von bis zu zwei Prozent. Diese Prognose belastet die Stimmung, zumal institutionelle Anleger wie die Legal & General Group ihre Positionen zuletzt um fast 18 Prozent abbauten.

VergĂŒtung und Marktposition

CEO Martin J. Schroeter erhielt jĂŒngst eine Zuteilung von rund 496.000 Aktieneinheiten. Damit hĂ€lt der Konzernchef nun direkt ĂŒber 2,4 Millionen Anteile am Unternehmen. Diese neuen VergĂŒtungskomponenten sind an eine mehrjĂ€hrige Haltefrist gebunden und beginnen erst ab Juni 2027 zu greifen.

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Der Kurs markierte mit 10,03 Euro ein neues Tief im aktuellen AbwĂ€rtstrend. In den vergangenen 30 Tagen verlor das Papier bereits ĂŒber zehn Prozent an Boden.

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