LĂ€nder dringen auf Spritpreisdeckel zum 1. Januar
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 16:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWSMan wolle einen Spritpreisdeckel nutzen, um den Menschen die Sicherheit zu geben, "dass es eine Form von Gerechtigkeit gibt, dass sie nicht an der Tankstelle fĂŒr Unternehmen zahlen, die damit ihre Gewinne erhöhen", sagte Niedersachsens Regierungschef Olaf Lies (SPD) nach Beratungen der MinisterprĂ€sidentenkonferenz in Berlin. Diese Aufgabe mĂŒsse der Bund nicht erst am 1. Januar lösen, sondern jetzt, "damit sicher ist, wie es nach dem 1.1.2027 weitergeht".
"Das Leben muss bezahlbar sein", forderte Lies. Die Entwicklung der Tankkosten und der Energiekosten spiele dafĂŒr eine groĂe Rolle im Alltag.
Die Bundesregierung hatte im September angekĂŒndigt, mit der Mineralölwirtschaft ĂŒber einen Spritpreisdeckel zu sprechen. Ziel sei, den Deckel bis spĂ€testens zum 1. Januar einzufĂŒhren. Ăhnliche staatliche Vorgaben gibt es schon in Luxemburg und Belgien.
Seit Anfang Oktober gilt an Tankstellen in Deutschland erneut ein Tankrabatt von 16,7 Cent pro Liter Sprit. Die MaĂnahme ist allerdings befristet bis Jahresende. Die Bundesregierung erwartet, dass dadurch 2,485 Milliarden Euro weniger Steuern in die Staatskasse flieĂen.
