LĂ€nder, Pflicht

LĂ€nder stimmen Pflicht fĂŒr Widerrufsknopf in Onlineshops zu

Veröffentlicht am: 30.01.2026 um 13:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Wer beim Online-Shopping oder einem Vertragsabschluss falsch abgebogen ist, kann seine Entscheidung bald leichter rĂŒckgĂ€ngig machen: Nach dem Bundestag hat nun auch der Bundesrat einen entsprechenden Gesetzentwurf gebilligt.

Unternehmen werden demnach dazu verpflichtet, auf ihrer Website beziehungsweise in der App einen gut sichtbaren Widerrufsbutton anzubringen.

Aus Sicht von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) sind die neuen Regeln ein "echter verbraucherpolitischer Fortschritt". "Wenn Online-Shopping kinderleicht ist, dann muss es auch der Widerruf sein", sagte sie. Innerhalb der Widerrufsfrist von 14 Tagen nach Kauf oder Vertragsabschluss soll dies möglich sein, heißt es im Gesetz.

Verbot fĂŒr manipulierende "Dark Patterns"

Das Gesetz sieht zudem Vorgaben fĂŒr den Online-Abschluss von Finanzdienstleistungen vor. Bei einer Änderung im Zivilrecht geht es darum, dass Verbraucherinnen und Verbraucher nicht mit sogenannten Dark Patterns manipuliert werden. Darunter versteht man Designelemente, die darauf abzielen, das Verhalten von Konsumenten so zu steuern, dass diese den Überblick verlieren und dadurch dann unbeabsichtigt Optionen auswĂ€hlen, die dem Anbieter nutzen.

Auch fĂŒr Patientinnen und Patienten bringt das Gesetz Verbesserungen mit. Der erste Einblick in die vollstĂ€ndige Behandlungsakte wird kĂŒnftig kostenfrei möglich sein.

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