Ersatzverkehr, Hamburg-Berlin

Ersatzverkehr Hamburg-Berlin bleibt Geduldsprobe fĂŒr Pendler

14.01.2026 - 06:10:50

Lange Fahrzeiten und zusÀtzliche Umstiege belasten viele FahrgÀste im Ersatzverkehr zwischen Hamburg und Berlin wegen der Generalsanierung der Bahn-Strecke.

"Viele sind aufs Auto ausgewichen", sagte der Vorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn in Mecklenburg-Vorpommern, Marcel Drews, mit Blick auf die vergangenen Monate. Das habe dazu gefĂŒhrt, dass Busse des Schienenersatzverkehrs (SEV) oft weitgehend leer fuhren.

"Es lĂ€uft im Großen und Ganzen gut", sagte der Sprecher von Pro Bahn in Schleswig-Holstein und Hamburg, Karl-Peter Naumann. Auch wenn die Ersatzrouten fĂŒr FahrgĂ€ste herausfordernd seien. Nach Angaben des Pro-Bahn-Vorsitzenden in Berlin und Brandenburg, Martin Pogatzki, hat es anfangs noch Probleme bei der Barrierefreiheit und der Beschilderung gegeben. Mittlerweile kĂ€men keine entsprechenden Hinweise mehr von FahrgĂ€sten.

Noch bis Ende April soll auf der wichtigen Zugstrecke gebaut werden. Heute Nachmittag will Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Wolfgang Blank (parteilos) in Schwerin zusammen mit Vertretern von Bus und Bahn eine Zwischenbilanz ziehen.

Die Deutsche Bahn (DB) hat fĂŒr die Dauer der neunmonatigen Generalsanierung gemeinsam mit den AufgabentrĂ€gern der betroffenen LĂ€nder ein umfassendes Verkehrskonzept erarbeitet. Dazu gehört auch der Schienenersatzverkehr, mit dessen DurchfĂŒhrung das Busunternehmen Ecovista beauftragt wurde.

Im November hatte Ecovista mitgeteilt, dass sich die PĂŒnktlichkeit der Busse deutlich verbessert habe. Nach einem Unfall auf der Autobahn 24 im August vergangenes Jahr sei das Höchsttempo aller Gelenkbusse vorsorglich auf 80 Kilometer pro Stunde gedrosselt worden, zugelassen sind sie eigentlich fĂŒr bis zu 100 Kilometer pro Stunde. Zudem seien im Oktober nach einem Unfall verpflichtende Alkoholtests fĂŒr Busfahrer eingefĂŒhrt worden.

@ dpa.de