Largo Aktie: Neues 52-Wochen-Tief bei 0,57 Euro
25.06.2026 - 11:18:52 | boerse-global.de
Die Talfahrt bei Largo setzt sich fort. Die Aktie des Vanadium-Produzenten fiel am Donnerstag auf 0,57 Euro — ein neues 52-Wochen-Tief. Das Minus von 8,55 Prozent an einem Tag beschleunigt einen Abwärtstrend, der seit Monaten anhält. Auf Jahressicht hat das Papier rund 45 Prozent an Wert verloren.
Der RSI liegt bei 21,9 Punkten. Das ist ein klares Zeichen für eine technische Überverkauftheit. Solche Werte bleiben selten lange bestehen. Ob sie allerdings eine Trendwende einleiten, hängt von den Fundamentaldaten ab.
Strategie für saubere Energie
Konkrete Neuigkeiten von Largo blieben in den letzten 48 Stunden aus. Der Kursrutsch scheint eher das Ende einer längeren Abwärtsbewegung zu sein. Anleger richten ihren Blick auf die langfristige Strategie.
Largo fördert hochreines Vanadium und Ilmenit in der Maracás-Menchen-Mine in Brasilien. Die Rohstoffe gehen in die Stahl-, Luftfahrt-, Rüstungs-, Chemie- und Energiespeicherindustrie. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Joint Venture Storion Energy. Hier hält das Unternehmen 50 Prozent. Gemeinsam mit Stryten Energy will Largo die Produktion von Elektrolyten für Vanadium-Redox-Flow-Batterien in den USA hochfahren. Das Ziel: eine vertikal integrierte Lieferkette für Langzeitspeicher.
Nebenprodukte und strategische Optionen
Parallel dazu prüft Largo mehrere Wege, um den Wert seiner Projekte zu heben. Das Unternehmen bewertet strategische Alternativen für seine Wolfram-Vorkommen in Kanada und Brasilien. Zudem laufen Studien zur Gewinnung von Kupfer, Platinmetallen und Gold aus den bestehenden Vanadium-Abbauprozessen. Erste Flotationstests lieferten positive Ergebnisse.
Die Hauptversammlung Mitte Juni brachte keine Überraschungen. Die Aktionäre stimmten allen Tagesordnungspunkten zu — darunter die Wiederwahl der Direktoren und die Ernennung von KPMG zum Wirtschaftsprüfer. Über 53 Prozent der ausstehenden Aktien waren vertreten.
Kein Silberstreif in Sicht
Die Aktie notiert 34 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt und fast 50 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Das macht das Ausmaß des Abverkaufs deutlich. Eine Erholung braucht neue Impulse — etwa positive Nachrichten zur VRFB-Produktion oder zur Nachfrage nach Vanadium. Bis dahin bleibt die Aktienkurs vor allem eines: volatil.
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