Leonardo, Aktie

Leonardo Aktie: Jefferies bestätigt Kaufempfehlung

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 12:39 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Jefferies-Analysten bekräftigen Kaufempfehlung für Leonardo und sehen Kurspotenzial. Der Rüstungskonzern treibt zudem Innovationen bei Drohnenabwehr voran.

Leonardo Aktie: Jefferies bestätigt Kauf mit Kursziel 68 Euro
Eine abstrakte, atmosphärische Darstellung der Luft- und Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie mit positiver Marktstimmung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Analysten des US-Investmenthauses Jefferies haben ihre Kaufempfehlung für den italienischen Rüstungskonzern Leonardo S.p.A. bekräftigt. In einer aktuellen Studie vom 13. Juli 2026 setzte das Institut das Kursziel für den Titel auf 68,00 Euro fest. Analystin Chloe Lemarie hob dabei hervor, dass Leonardo insbesondere im Vergleich zu anderen Branchengrößen wie Airbus im zivilen und militärischen Sektor favorisiert wird. Diese positive Einschätzung stützt sich auf die solide Marktpositionierung des Unternehmens unter der Leitung von CEO Roberto Cingolani und Präsident Stefano Pontecorvo.

An der Börse notiert die Leonardo-Aktie derzeit bei 51,20 Euro, was einem Tagesrückgang von 1,52 % entspricht. Damit liegt der Kurs etwa 0,44 % unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 51,42 Euro und rund 4,00 % unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 53,34 Euro. Die Marktkapitalisierung des Konzerns beläuft sich aktuell auf 29,77 Milliarden Euro. Trotz der jüngsten Kursrücksetzer von 6,72 % in den vergangenen sieben Tagen verzeichnet die Aktie im Zwölf-Monats-Vergleich ein Plus von 6,14 %. Vom 52-Wochen-Hoch, das am 16. März 2026 bei 65,50 Euro markiert wurde, trennt das Papier derzeit ein Abstand von 21,83 %.

Technologische Innovationen und maritime Abwehr

Parallel zur Analystenbewertung treibt Leonardo die technologische Weiterentwicklung seines Portfolios voran. Die US-Tochter Leonardo DRS stellte kürzlich das neue Maritime Mission Equipment Package (M-MEP) vor. Dieses System dient der Abwehr von Drohnenangriffen auf See und ist speziell für die Integration auf unbemannten Überwasserfahrzeugen (AUSV) konzipiert. Das M-MEP kombiniert fortschrittliche Radartechnologie, elektro-optische Infrarotsensoren (EO-IR) und eine KI-gestützte Sensorfusion, die unter dem Namen SAGEcore firmiert. Die Präsentation dieser Lösung erfolgte im Rahmen des Navy League Sea-Air-Space Symposiums und unterstreicht die Bestrebungen des Konzerns, im wachsenden Markt für autonome Verteidigungssysteme eine führende Rolle einzunehmen.

Spionage-Vorfall unterstreicht Relevanz der Verteidigungssysteme

Wie italienische Medien unter Berufung auf Sicherheitsbehörden berichten, rückte Leonardo zudem durch einen schwerwiegenden Spionagefall in den Fokus. In Italien wurde ein Netzwerk mutmaßlicher russischer Agenten aufgedeckt, das Informationen über die Lieferung von Verteidigungssystemen an die Ukraine sammeln sollte. Im Zentrum des Interesses stand dabei insbesondere das Luftabwehrsystem „Michelangelo Dome“ von Leonardo, dessen Erprobung in der Ukraine laut Berichten von Pravda Italia bereits für November geplant war. In diesem Zusammenhang wurde der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Gavino Piras festgenommen; zudem kam es zur Ausweisung von zwei russischen Diplomaten.

Die operative Bedeutung des Konzerns spiegelt sich auch in der personellen Expansion wider. Leonardo sucht aktuell verstärkt Fachkräfte für Schlüsselpositionen, darunter einen Project Controls Lead am Standort Old Town im Vereinigten Königreich sowie einen Program Financial Analyst in Bethel, Connecticut. Diese Stellenausschreibungen sind Teil einer breiteren Wachstumsstrategie in den Kernmärkten USA und Europa. Während die Aktie seit Jahresbeginn eine neutrale Performance (YTD 0,00 %) aufweist, liegt sie mit 17,62 % weiterhin deutlich über dem 52-Wochen-Tief von 43,53 Euro, das im November 2025 erreicht wurde. Der Relative-Stärke-Index (RSI) der letzten 14 Tage wird mit einem Wert von 49,6 angegeben.

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