Li-FT Power Aktie: 163 Bohrlöcher in Quebec gestartet
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 01:25 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Li-FT Power schafft am Dienstag eine deutliche Erholung. Die Aktie steigt um 6,10 Prozent auf 2,26 Euro. Damit folgt ein erstes Aufatmen nach einem harten Monat: In den vergangenen 30 Tagen hatte das Papier rund 22,60 Prozent verloren.
Zwei Ereignisse fallen zeitlich zusammen. Erstens tritt ein neues Führungsteam offiziell seinen Dienst an. Zweitens fährt der Lithium-Explorer sein Bohrprogramm für 2026 hoch. Beides gibt der Aktie neuen Halt.
Neue Führung übernimmt operative Verantwortung
Seit gestern, dem 20. Juli, hat Li-FT Power zwei neue Spitzenpositionen besetzt. Jeff Reinson übernimmt als Chief Operating Officer die operative Leitung. April Hayward wird Executive Vice President für externe Angelegenheiten und strategische Partnerschaften.
Der Wechsel verschiebt den Fokus des Unternehmens auf die technische Umsetzung seiner Projekte. Marktbeobachter werten die Stabilisierung im Management als wichtigen Schritt, um Anlegervertrauen zurückzugewinnen. Der Kurs war zuvor deutlich unter seine gleitenden 50- und 200-Tage-Durchschnitte gefallen.
Großangelegte Bohrkampagne in Quebec
Der eigentliche operative Treiber liegt in Quebec. Li-FT Power hat dort eine Diamantbohrkampagne mit 163 Bohrlöchern gestartet. Am Adina-Galinée-Lithiumprojekt sollen insgesamt rund 38.970 Meter gebohrt werden.
Ziel ist es, die bestehende Ressourcenschätzung durch Infill- und Erweiterungsbohrungen zu vergrößern. Das Arbeitsprogramm für 2026 reicht aber über Adina-Galinée hinaus. Auch die Liegenschaften Cancet, Tilly und Sirmac-Clapier stehen im Fokus, dort laufen aktuell Kartierungsarbeiten und umfangreiche Till-Probennahmen. Die Geologen suchen nach weiteren Spodumen-Pegmatit-Vorkommen.
Renard-Mine als Infrastruktur-Option
Parallel zur Exploration verfolgt Li-FT Power einen zweiten strategischen Pfad. Das Unternehmen hat sich gerichtlich eine Option zum Erwerb der Diamantmine Renard gesichert. Die Anlage könnte künftig Spodumen-Erz aus dem Adina-Projekt verarbeiten.
Der Charme dieser Lösung: bestehende Genehmigungen und Verarbeitungsanlagen sind bereits vorhanden. Das würde den Weg zur Lithiumproduktion mit vergleichsweise geringem Kapitalaufwand ebnen. Für das Flaggschiffprojekt Yellowknife in den Nordwest-Territorien laufen derweil weiter Umweltbasisstudien. Eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie für Yellowknife wird für 2027 erwartet.
Charttechnik zeigt Erschöpfung im Abwärtstrend
Der Relative-Stärke-Index lag zuletzt bei 39,0. Das deutet darauf hin, dass der einmonatige Abwärtstrend an seine Grenzen gestoßen sein könnte. Trotz des heutigen Sprungs bleibt die Aktie rund 60 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 5,70 Euro.
Anleger blicken nun auf den nächsten Quartalsbericht. Er wird für die letzten Julitage 2026 erwartet und soll Aufschluss über die Kassenlage sowie erste Fortschritte der Sommerbohrprogramme geben.
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